Druckschrift 
2 (1890)
Seite
376
Einzelbild herunterladen
 

in Zukunft ernsthaft genommen würden, wenn sie abermalsihre Unfähigkeit, Konzessionen zu machen, vorschützen sollten.Die Arbeiter würden erwidern, dafs sie hinsichtlich der Wert-losigkeit des Kon possumus der Arbeitgeber ihre Erfahrungengemacht hätten."

Nicht nur in Süd-Wales, sondern auch in Durham undNorthumberland erreichten die Arbeiter aber vermöge deshier herrschenden glatteren Systems, ihre Differenzen mit denArbeitgebern zu begleichen, ohne Kampf dasselbe, was dieGrubenleute des mittleren Englands erkämpfen mufsten. BeimFriedensschlufs am 21. März dieses Jahres gaben denn auchdie Delegierten der progressiven Miners Federation of GreatBritain zu Protokoll:Was zukünftige Lohnfragen angeht, soerklären wir uns bereit dahin zu wirken, dafs, bevor eineallgemeine Kündigung seitens der Arbeiter stattfindet, dieForderungen der Arbeiter einem Ausschufs der Grubenbesitzerdes betreffenden Distrikts oder dem Ausschufs der Föderationder Grubenbesitzer vorgetragen werden und das Ergebnis derVerhandlung den Arbeitern mitgeteilt werden soll. Desgleichenersuchen wir die Grubenbesitzer in Zukunft eine ähnlicheHaltung einzuhalten, wenn sie eine Änderung in der Lohn-höhe ihrer Arbeiter eintreten lassen wollen."

Die 1889 und 1890 in Birmingham stattgehabten Kon-gresse der englischen Bergleute verhandelten die Frage einesachtstündigen gesetzlichen Arbeitstages für Bergleute, womitder Staat in ein Gebiet eingreifen würde, welches bisher denVerhandlungen der Parteien überlassen war.. Ein darauf be-züglicher Antrag wird im Parlament eingebracht werden; dieUnterstützung mehrerer hervorragender Politiker soll für den-selben in Aussicht stehen. Auffällig ist, dafs an dieser For-derung die drei mächtigsten Gewerkvereine nicht beteiligtsind: die von Northumberland , Durham und Südwales. Der