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folgenden Skalen des Hüttengewerbes aufgebaut wurden. Sieging aus von den Durchschnittsverkaufspreisen aller Klassenvon Walzeisen, wie sie von Vierteljahr zu Vierteljahr aus denBüchern der beteiligten Firmen von dem Rechner der Kammer,Herrn Waterhouse, festgestellt werden sollten, und gewährte1 sh. Lohn für das ü? des Preises der Tonne Eisen undaufserdem ein Extra (2 sh. 9 d. pro Tonne), welches „Basis"genannt wurde.
Der unerwartete Aufschwung der Eisenindustrie 1872brachte dieser ersten Skala den Tod. Die April 1872 vor-genommene Berechnung des Herrn Waterhouse gewährte denArbeitern nämlich nur 5 °/o, die im Juli 7 1 /2 % Lohnerhöhung,während in denselben Tagen die Arbeitgeber des südlichenBezirks, wo eine Skala nicht bestand, ihren Arbeitern 20%zugestanden. Die Folge davon war, dafs die Arbeiter dernordenglischen Eisenindustrie eine gleiche Vergünstigungforderten und die Arbeitgeber I2V2 °/o über die Skala be-willigten, womit dieselbe aufgegeben war.
Es folgte im Beginn des nächsten Jahres eine weitereLohnerhöhung durch Schiedsspruch des Sir Rupert Kettle.Daneben wurden bereits 1873 wieder Verhandlungen behufsErrichtung einer neuen Lohnskala geführt. Dieselben warennicht auf das nördliche Gebiet beschränkt, vielmehr warenbei ihnen auch Vertreter Straffordshires beteiligt. Ihr Ergebniswar die „Derby-Skala", deswegen so bezeichnet, weil sie zuDerby verhandelt worden war. Während des Jahres 1874/75beherrschte sie die Löhne beider Bezirke, d. h. der meistenim Hüttengewerbe beschäftigten Arbeiter. Bei der Berechnungdes Durchschnittsverkaufspreises bestand jedoch die Ver-schiedenheit, dafs im Norden die Bücher aller Firmen, imSüden- dagegen nur die einer bestimmten Anzahl geprüftwurden. Die Arbeitgeber des Nordens glaubten sich hierdurch