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-geführt 1 . Hierzu ist auch die Einführung eines Lohnminimumszu rechnen, d. h. die Bestimmung, dafs die Löhne nicht untereinen Minimallohn fallen sollen. Diese Klausel, welche invielen Skalen zu finden ist, wird natürlich von den Arbeit-gebern nicht eingeführt ohne irgend welchen Ersatz. Dieserkann einmal in der Festsetzung des Normalverhältnisses, vondem die Skala ausgeht, gesucht werden. Richtiger jedochscheint es, den Minimallohn dadurch aufzuwiegen, dafs mandas Steigen nach oben graduiert, d. h. sobald der Verkaufs-preis eine gewisse Höhe erreicht, die Löhne in langsameremVerhältnis folgen läfst. Dies z. B. thut die sogenannte„Oceanskala", welche bestimmt, dafs die Löhne unter einMinimum nicht fallen dürfen, dafs sie über diesem Minimumhei jeder Veränderung des Verkaufspreises um 4 x /a d., solangeder Lohn unter dem Normalpunkte ist, um 2V2 °/ 0 , dagegenüber diesem Punkt nur um IV2 °/ 0 schwanken sollen. DieseGraduierung scheint die Bestimmung des Minimums in dergeeignetsten Weise aufzuwiegen, indem der Arbeiter besondershohe Löhne aufgeben kann, wenn er vor aufsergewöhnlichtiefen geschützt ist. Wo dagegen ein Minimum fehlt, scheinteine umgekehrte Graduierung, d. h. ein langsameres Schwankender Löhne nach unten als nach oben, ein angemessener Er-satz, so z. B. in Durham , in gewisser Weise auch in North-nmberland.
Dagegen ist im Interesse des Arbeiters vor einer Über-treibung des Principes des Minimums zu warnen. Derselbebedarf, wie gezeigt, der Beteiligung an den zeitweisen Ge-winsten der Industrie, um sich und seine Organisationen fürschlechte Zeit zu stärken. Ist er doch, ob nun ein Minimum