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2 (1890)
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bewerb auf dem Weltmarkt, womit sie auch dem Arbeitereinen wesentlichen Dienst leistet. Sie gewährt dem letzterendie Erhöhung des Lohnes, welche notwendig aus vermehrterNachfrage folgt und aus dem vermehrten Gewinn von demErzeugnis, das seine Arbeit hervorbringt. In Zeiten desGeschäftsniedergangs befähigt sie den Unternehmer, seinWerk im Gange und den Arbeiter in Beschäftigung zu er-halten."

D. Die weitere Verarbeitung des Eisens.

Überblickt man die zahlreichen mit der weiteren Ver-arbeitung des Eisens beschäftigten Gewerbe, so läfst sieli dieRegel aufstellen, dafs die Beziehungen zwischen Arbeitgeberund Arbeiter in dem Grade befriedigend und friedlich sind,als die gewerkvereinliche Organisation der Arbeiter vor-geschritten ist. Auch hier waren es die gröfsten Arbeit-geber, welche hinter den anderen in Anerkennung der Arbei-terverbiindungen zurückblieben z. B. die Firma Armstrong, derenglische Krupp. Abgesehen davon, dafs die Organisationder Arbeiter von der Lage des Gewerbes abhängt, indem ineiner dauernd niedergehenden Industrie auch die Verbündungenbeider Parteien dem Untergange verfallen sind, so lassen sichzwei weitere Umstände namhaft machen, von denen dieStärke der Gewerkvereine abhängt. 1. Einmal kommt inBetracht, dafs die Arbeit eine gelernte und damit das Ein-drängen von ungelernten Arbeitern, Frauen und Kindern er-schwert ist. Einfache Tagelöhner haben gröfsere Schwierig-keit, sieh wirksam zu organisieren. 2. Nur dort, wo die Ar-beit eine gleichmäfsige ist und für die gesamte Industrie dieArbeitsbedingungen sich einheitlich festsetzen lassen, sind dieGewerkvereine in der Lage, mit den gegenüberstehenden