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anderen Dockgesellschaften waren kaum günstiger daran —eine Folge der Errichtung zu zahlreicher Docks und des damitentbrannten Krieges der Gesellschaften.
So kämpfte man auf beiden Seiten thatsächlich um dasDasein. Heute beseitigten die Arbeiter den Mittelsmann desMittelsmannes, d. h. den die Entfrachtung oder Befrachtungder Schiffe in Akkord besorgenden Unternehmer, um spätergegen die Dockgesellschaften selbst vorzugehen. Bezeichnendhierfür ist, dafs die Schiffahrtsgesellschaften, die eigent-lichen Arbeitgeber, zuerst mit Einigungsvorschlägen, aberauch mit der gegen die Gesellschaften gerichteten Drohung,ihre eigenen Docks zu bauen, hervortraten, während sich dieArbeiter unter der Bedingung direkter Anstellung durch siezur Rückkehr zur Arbeit bereit erklärten. Die Dockgesell-schaften, um ihr gesetzliches Monopol besorgt, wiesen diesenEinigungsvorschlag zurück.
Der Ausstand aber zog immer weitere Kreise in Mit-leidenschaft. Der Handel der City stockte, nachdem bereitswährend der ersten Tage des Ausstandes die Eisenbahn-gesellschaften erklärten, nicht mehr für die rechtzeitige Ab-lieferung der Waren einstehen zu können. Die Quais undEwer waren mit Gütern überfüllt, und in den Docks sam-melten sich die Schiffe. Da übernahm die City selber, ver-treten durch den Lord Mayor , sowie ihre beiden höchstengeistlichen Würdenträger, den Bischof von London und denKardinal Manning, die Vermittelung zwischen den Streitenden.Den gröfsten Einflufs in dem Einigungsäusschusse besafsunstreitig der Kardinal Manning . Die ehrwürdige Persondieses einundachtzigjährigen Prälaten, welcher unermüdlichzwischen den Hauptquartieren der Parteien hin und wiedereilte, wurde neben John Burns die volkstümlichste Figur desAusstandes.