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Da am 7. September die Dockgesellschaften auch dieLohnerhöbimg' zugestanden hatten, drehten sicli die Ver-handlungen lediglich um den Anfangstermin, an dem die Be-dingungen in Kraft treten sollten. Nachdem die Dockgesell-schaften zunächst statt des 1. Januar den 1. Dezember, die Ar-beiter den I.Oktober angeboten hatten, einigte man sich aufden 4. November. Die Dockgesellschaften wichen, wie sie er-klärten, dem „Drucke von aufsen", welcher sich in einemKampfe zwischen Arbeit und Kapital noch nie in gleicherWeise geltend gemacht habe, und der, wie sie selbst erklären,(in ihrem Schreiben an den Lord Mayor vom 7. September)„von weitreichenden Konsequenzen sein wird".
Bei Beendigung des Ausstandes zeigte sich, dafs, wie ge-wöhnlich, die Führer die mafsvollsten waren. Sie bildetendie anerkannte Ausstandsleitung und verhandelten allein mitden gegenüberstehenden Arbeitgebern; nur die Ewerführerwaren bei den Verhandlungen besonders vertreten. Der Be-richt des Einigungsausschusses über die Schlufsverhandlungenvom 14. September zählt die beteiligten Parteien auf: „DerLord Mayor , Kardinal Manning und Herr Sidney Buxton hieltenden ganzen gestrigen Tag eine Reihe ausgedehnter Verhand-lungen mit den Direktoren der Dockgesellschaften, mit demAusschufs der Ewerbesitzer des Londoner Hafens, mit demLohnausschufs der Ewerführer, mit einer Deputation derSchiffseigentümer und mit der Ausstandsleitung der Dock-arbeiter. Das Ergebnis der Verhandlungen ist kurz, dafszwischen den Dockgesellschaften und den verschiedenen vonihnen beschäftigten Klassen von Arbeitern keine Schwierig-keiten mehr vorhanden sind und dafs, sobald die Verträgebestätigt sind, alle Arbeit auf Strom, Quai und Dock wiederbeginnen kann, mit der Mafsgabe, dafs die vom Einigungs-ausschufs vorgeschlagenen Bedingungen vom 4. November an in
v. Schnlze-G aevernitz, Zum soc. Frieden. II. 29