derselben Gegenseitigkeit und Relativität, in der die Wirtschaftlichkeitder Werte besteht. —
Der Tausch ist nicht die Addition zweier Prozesse des Gebens undEmpfangens, sondern ein neues Drittes, das entsteht, indem jeder vonbeiden Prozessen in absolutem Zugleich Ursache und Wirkung de andernist. Dadurch wird aus dem Wert, den die Notwendigkeit des Verzichtesdem Objekt verleiht, der wirtschaftliche Wert. Erwächst der Wert imallgemeinen in dem Intervall, das Hemmnisse, Verzichte, Opfer, zwischenden Willen und seine Befriedigung schieben, so braucht, wenn derTauschprozefs in jener wechselseitigen Bedingtheit des Nehmens und desGebens besteht, kein Wertungsprozefs vorangegangen zu sein, der diesesObjekt allein für dieses Subjekt allein zu einem Wert machte. Sonderndas hierzu Erforderliche vollzieht sich eo ipso in dem Tauschakt. Inder empirischen Wirtschaft pflegen die Dinge natürlich längst mit demWertzeichen versehen zu sein, wenn sie in den Tausch eintreten. Washier gemeint ist, ist nur der innere, sozusagen systematische Sinn desWert- und Tauschbegriffes, der in den historischen Erscheinungen nurrudimentär lebt oder als ihre ideelle Bedeutung, nicht die Form, in dersie als wirkliche leben, sondern die sie in der Projektion auf die Ebenedes sachlich-logischen, nicht des historisch-genetischen Verständnisses zeigen.
Diese Überführung des wirtschaftlichen Wertbegriffes aus demCharakter isolierender Substantialität in den lebendigen Prozefs derRelation läfst sich weiterhin auf Grund derjenigen Momente erläutern,die man als die Konstituenten des Wertes anzusehen pflegt: Brauchbar-keit und Seltenheit. Die Brauchbarkeit erscheint hier als die erste, inder Verfassung der wirtschaftenden Subjekte begründete Bedingung,unter der allein ein Objekt für die Wirtschaft überhaupt in Frage stehenkann. Damit es zu einer konkreten Höhe des einzelnen Wertes komme,mufs zu ihr die Seltenheit treten, als eine Bestimmtheit der Objektreiheselbst. Will man die Wirtschafts werte durch Nachfrage und Angebotfixieren lassen, so entspräche die Nachfrage der Brauchbarkeit, das An-gebot dem Seltenheitsmoment. Denn die Brauchbarkeit würde ent-scheiden, ob wir dem Gegenstände überhaupt nachfragen, die Seltenheit,welchen Preis wir dafür zu bewilligen gezwungen sind. Die Brauch-barkeit tritt als der absolute Bestandteil der wirtschaftlichen Werte auf,als derjenige, dessen Gröfse bestimmt sein mufs, damit er nun mit dieserin die Bewegung des wirtschaftlichen Austausches eintrete. Die Selten-heit mufs man zwar von vornherein als ein blofs relatives Moment zu-geben, da sie ausschliefslich das — quantitative—Verhältnis bedeute,in dem das fragliche Objekt zu der vorhandenen Gesamtheit von seines-