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hinauswäre, weil es dieses völlig in sich aufgenommen und aufgehobenhat, so ist er in jenem Falle dadurch überwunden, dafs das objektiveVerhalten alles Subjektive in sich eingezogen hat, ohne einen Rückstandzu lassen, an dem der Gegensatz noch weiter leben könnte.
Für unseren Zusammenhang handelt es sich darum, dafs diese Ideal-bildung und die fragmentarischen Annäherungen der Wirklichkeit an siedurch den Geldbegriff ermöglicht werden. Die Gesamtheit der wirt-schaftlichen Situationsmomente wird erst dann restlos für die Preis-bestimmung verwendet werden können, wenn für sie alle ein gleichmäfsigerWertausdruck besteht. Erst die Reduktion auf einen gemeinsamen Nennerstiftet die Einheit zwischen allen Elementen der individuellen Lagen, dieihre Zusammenwirksamkeit, nach gerechten Mafsen, zu der Bestimmungder Preise gestattet. Es ist die grofsartige Leistung des Geldes, durchdie Nivellierung des Mannigfaltigsten gerade jeder individuellen Kom-plikation die angemessenste Ausprägung und Wirksamkeit zu ermög-lichen — als müfsten alle spezifischen Formen erst in das allen gemein-same Urelement zurückgebildet werden, um die völlige Freiheit zuindividueller Neugestaltung zn gewähren; diese Leistung ist die Voraus-setzung für einen Entwicklungsgang, der aus den Preisen der Dingealles Starre, die Einzelsituation Vergewaltigende hinwegläutern will unddies mit einer gewissen Vehemenz [in dem Sozialprinzip der ungleichenPreise ausdrückt — die aber im Verhältnis zu der Lage der Konsumentengerade relative Gleichheit haben und damit die subjektiven Bedingungendurch die Totalität ihres Einbezogenseins, nach einem Prinzip von völligerObjektivität formen. Alle Objektivität beginnt für das Bewufstsein mitdem unbedingten Gegensatz gegen das Subjekt, die Unterscheidung kanngarnicht scharf genug sein, um das Objekt aus seiner naiven oder ver-worrenen Einheit mit dem Subjekt zu erlösen; die höhere Entwicklungs-stufe des Geistes zeitigt dann erst wieder den umfassenden Begriff derObjektivität, der das Subjekt in sich einbezieht; er braucht diesen Gegen-satz in seiner Unmittelbarkeit nicht mehr, um in sich fest und eindeutigzu sein, sondern macht im Gegenteil das Subjekt selbst zum Bestand-teil eines objektiven Bildes der Welt oder eines ihrer Aspekte.
Die frühere Formulierung, in die auch diese Entwicklung einzustellenist: dafs das Geld Haben und Sein gegeneinander verselbständigt —läfst das Geld doch nur einen Prozefs am entschiedensten ausdrückenund vergleichsweise abschliefsen, der sich schon auf andern Stufen desgeschichtlichen Lebens vollzieht. So lange die Gentilverfassung bestand,war ohne weiteres eine unerschütterte Verbindung des Einzelnen mitdem Grund und Boden gegeben. Denn die Gens war einerseits die Ober-