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Einleitung
Das äußert sich in dem langsamen Tempo der wirtschaftlichenTätigkeit. Vor allem und zunächst sucht man sie sich so vielals irgend möglich vom Leibe zu halten. Wo man „feiern"kann, tut man es. Man hat zur wirtschaftlichen Tätigkeitseelisch etwa dieselben Beziehungen wie das Kind zum Schul-unterricht, dem es sich gewiß nicht unterzieht, wenn es nichtmuß. Keine Spur von einer Liebe zur Wirtschaft oder zurwirtschaftlichen Arbeit. Diese Grundstimmung können wir ohneweiteres aus der bekannten Tatsache ableiten, daß in aller vor-kapitalistischen Zeit die Zahl der Feiertage im Jahre enormgroß war. Eine hübsche Übersicht über die zahlreichen Feier-tage im bayrischen Bergbau noch während des 16. Jahrhundertsgibt Ä. Peetz°). Danach waren in verschiedenen Fällen:
And bei der Arbeit selbst eilt man sich nicht. Es ist garkein Interesse vorhanden, daß etwas in sehr kurzer Zeit oderdaß in einer bestimmten Zeit sehr viel erzeugt oder vollbrachtwerde. Die Dauer der Produktionsperiode wird durch zweiMomente bestimmt: durch die Anforderungen, die das Werkan gute und solide Ausführung stellt und durch die natürlichenBedürfnisse des arbeitenden Menschen selbst. Die Produktionvon Gütern ist eine Betätigung lebendiger Menschen, die sichin ihrem Werke „ausleben"; sie folgt daher ebenso den Ge-setzen dieser blutdurchströmten Personenheiten, wie der Wachs-tumsprozeß eines Baumes oder der Zeugungsakt eines Tieresvon den inneren Notwendigkeiten dieser Lebewesen Richtung,Ziel und Maß empfangen.
von 203 Tagen
123 Arbeitstage
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