Drittes Kapitel: Die Gier nach Gold und Geld 41
Ihr Körer müsset ja bey leibe nimmer meinenDaß ein Galenus werd aus Mitleid Euch erscheinen;Weit weit ein ander Ding zieht ihn zum Bette hin.Es ist die Goldes--Sucht, ein hoffender Gewinn."
(V. 1158—1163.)
Dasselbe gilt von anderen Berufen, die nur durch Aussichtauf Gewinn betrieben werden:die Barbierkunst,die Apothekerei,die Rechtsgelehrtheit,die Kirchenzeremonie.Sie ist Stifterin der „Freyen Künste";befördert die Philosophie,die Malerei,
die Schau- und andere Spiele,
die Druckerey:„Daß mein ich Geldsucht auch für ihre schwere PressenDas könntet Ihr genug aus manchem Brief ermessen.Das mehr unnützen Quarck als Weisheit in sich hältAnd manchen Idiot ans Tageslicht gestelltAnd dennoch angenehm wird in Verlag genommen.Warum? Dieweil davon mehr dicke Thaler kommenAls von der Schrift, worin ein Kern von Weisheit ist,And welches jedes Ding nach reifem Artheil mißt.Was ihr verdauen sollt, muß sein von grobem Wesen,Die Weisheit rühmt man wohl, doch wird der Quarck gelesen." (!)
(V. 1544—1553.)
Die Geldsucht fördert fernerdie Kriegskunst:„Sie hat die Seefahrth verbessert,-öab ich nicht manche Spur der Silbermin entdeckt?"
(V. 1742.)
„Frau Isabell und König Ferdinand" nicht weniger alsColumbus haben ihre Entdeckungserfolge ihr zu verdanken.