Viertes Kapitel: Allerhand Mittel zur Geldbeschaffung 45
Welche seltsame Zusammenstellung! Nicht weniger fremdmutet uns eine andere Aufzählung der beliebtesten Erwerbs-arten an, die wir aus dem 17. Jahrhundert besitzen^; danachwerden mit Vorliebe drei Wege eingeschlagen, um zu Reich-tum zu gelangen:
1. Äofdienst,
2. Kriegsdienst,
3. Alchimie.
Ein genaues Studium jener Jahrhunderte belehrt uns aber, daßdiese Männer ganz richtig beobachtet hatten: alle die genanntenErwerbsarten waren in der Tat im Schwange und hattenvielfach eine weit größere Bedeutung als Äandel, Gewerbeund Landwirtschaft in der Wertvorstellung jener, die nachReichtümern verlangten. Wir können sogar leicht eine Reiheanderer Erwerbsmöglichkeiten neben den schon genannten auf-zählen, die ebenfalls außerhalb des Amkreises der normalenwirtschaftlichen Tätigkeit lagen.
Da in diesem Zusammenhange nur jene Mittel zur Geld-beschaffung in Betracht kommen, die beim Aufbau der kapitali-stischen Wirtschaftsgesinnung eine Rolle gespielt haben, so er-wähne ich diejenigen, von denen sich das nicht sagen läßt, nurkurz, ohne näher auf sie einzugehen.
Es sind:
1. die Beamtenlaufbahn, die dank der Möglichkeit,sich durch Anterschleife, Bestechungen und DurchstechereienNebeneinnahmen zu beschaffen, gern beschritten wurde, umsich rasch große Vermögen zu sammeln. An einer anderenStelle, dort, wo ich die Entstehung des bürgerlichen Reichtumsverfolge, werde ich Gelegenheit haben, die großen Chancen zurBereicherung ziffernmäßig aufzuweisen, die in aller früherenZeit die Beamtenlaufbahn bot.