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Der Bourgeois : zur Geistesgeschichte des modernen Wirtschaftsmenschen / Werner Sombart
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Zwölftes Kapitel: Der Bourgeois alten Stils 207

zahlen müssen, weil der Weg weiter als nach London ist undabseits von der gewöhnlichen Route liegt; aber da er vielleichtdrei bis vier Saumlasten auf einmal bezieht, wird er diesenVerlust wieder einbringen. Wenn er dann noch die Pferdemit Wolle belädt, die er dem Warminsterer Tuchfabrikantenliefert, so kostet ihm der Transport der Tuche gar nichts. Erbekommt also die Tuche 2/6 billiger in seinen Laden herein alssein Nachbar; und indem er sie um diesen Preis billiger anD- E. Esq. und die andere Kundschaft verkauft, zieht er diesesämtlich von seinem ärmeren Konkurrenten ab, der nur nochan solche Kunden verkaufen kann, die vielleicht bei ihm in derKreide stehen und deshalb bei ihm kaufen müssen, weil sie seinGeld brauchen.

Aber das ist noch nicht alles: dieses Mr.s F. G. vonNorthampton wegen, der nun direkt vom Produzenten kauft,werden der Fuhrmann von Warminster, der Fuhrmann vonNorthampton und Mr. A., der Blackwell-Äall-Faktor, ganzausgeschaltet; und Mr. B., der Tuchgrossist, der eine großeFamilie hat, eine hohe Miete bezahlt, wird ruiniert, weil erden Zwischenhandel verliert. Auf diese Weise ist der Kanaldes Äandels abgelenkt; der Strom ist abgeschnitten, und alleFamilien, die früher von dem Handel lebten, sind brotlos ge-worden und irren in der Welt herum, um ihren Unterhaltanderswo zu suchen und ihn vielleicht überhaupt nicht zu finden.

And was ist der Gewinn, der bei diesem ganzen Beraubungs-systeme herausspringt? Ausschließlich dieser: einen habsüchtigen(covetous) Mann reich zu machen; und ^- daß der Äerr D. E.von Northamplonshire den Stoff für seine Anzüge um so undso viel die Elle billiger einkauft: ein ganz belangloserVorteil für ihn, den er gar nicht übermäßig hoch bewertet,und der sicher in keinem Verhältnis zu den Wunden steht,die der Handel empfangen hat.