2M Vierter Abschnitt: Der Bourgeois einst und jetzt
daß mehr Kapital nötig war, fanden auch die nötigen Menschenund die bedurften Kapitalsummen und gründeten die Zwnäai-cj0il Lompan> mit einem Kapital von 1000000 K. Späterfanden wir aus, daß noch mehr Kapital gewinnbringend an-gelegt werden könne .... und erhöhten unser Kapital auf3500000 S. Als das Geschäft sich ausdehnte .... wurdemehr Kapital hineingesteckt: das Ziel blieb immer dasselbe:unser Geschäft zu erweitern, indem wir die besten und billigstenProdukte lieferten (tl?e object beinA alvva^s tne ssme toextenci our busmess b> fournisliino tke best anci cneapestpro6ucts)" 222). Das Monomanische tritt in dieser Zeugen-aussage Nockefellers prachtvoll deutlich in die Erscheinung':Kapital wird auf Kapital getürmt, weil (I) das Geschäft wächst.„Ausdehnung des Geschäfts" ist der leitende Gesichtspunkt.Billigkeit und Güte der Produktion Mittel zu diesem Zwecke.
And noch die Äußerung eines Deutschen (Dr. Strousbergs):„Ein Keil treibt aber in der Regel den andern, und so brachteder große Eisenbahnbau, wie ich ihn betrieb, weitere Anforde-rungen mit sich. Diese zu befriedigen, erweiterte ich meinenWirkungskreis, entfernte mich immer mehr von meinem ursprüng-lichen Plan, und dies gewährte mir so viel Aussicht, daß ichmich nun ganz meinen Geschäften hingab"^).
Den meisten Unternehmern kommt etwas anderes als dieses(für den außenstehenden Betrachter völlig sinnlose) Strebennach Expansion wohl gar nicht zum Bewußtsein. Fragt mansie: wozu denn all dieses Gestrebe eigentlich dienen solle, soschauen sie einen erstaunt an und antworten ein wenig gereizt:das verstehe sich doch von selbst, das erheische doch das Ge-deihen des Wirtschaftslebens, das erfordere doch der wirtschaft-liche Fortschritt.
Forscht man nach, was sich hinter diesen meist ganz all-gemein gehaltenen und ziemlich stereotypen Wendungen wohl