Sechzehntes Kapitel: Die Veranlagung der Völker
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wie wir zu sagen pflegen, ist ein verschieden hoher, und bezugs-weise oder: die einzelnen Varianten besitzen einen verschiedenhohen Grad kapitalistischer Veranlagung: quantitativ ver-schiedene Veranlagung;
b) die Art ihrer Veranlagung ist verschieden: die einenhaben mehr Varianten, die eine Veranlagung für diesen, dieanderen mehr solche, die eine Veranlagung für jenen Bestand-teil des kapitalistischen Geistes besitzen: qualitativ verschiedeneVeranlagung.
Wie haben wir uns nun — rein biologisch — die Entstehungdieser gleichmäßig vorhandenen oder verschieden verteilten kapita-listischen Varianten vorzustellen?
Auszuschließen ist die Meinung: die Anlage zum kapitalisti-schen Geist sei im Laufe der Geschichte „erworben" worden:das heißt: die Äbung kapitalistischer Praktiken sei mit der Zeitins Blut gedrungen und hätte hier Veränderungen des Orga-nismus hervorgerufen. Dagegen ist zunächst einzuwenden: daßeine solche Hypothese der von uns als feststehend angenommenenTatsache widerspricht, daß nichts geübt werden kann, wozu keine„Anlage" schon da ist. Wollte man aber auch gelten lassen,daß eine erste Äbung trotz mangelnder Veranlagung stattgefundenhabe, so bleibt es — nach dem heutigen Stande der biologischenForschung immer noch unwahrscheinlich, daß diese Äbung zueiner Anlage geführt habe"^). Wir müßten also mit dauern-der Äbung in allen ihren Verfeinerungen rechnen ohne einedazu vorhandene Anlage, was ebenfalls allem heutigen Wissenwiderspricht.
Wir werden also zu der Annahme einer ursprünglichen oder,wie wir sie nennen können, Arveranlagung der Völkergedrängt. Diese können wir uns nun in einer doppelten Gestaltvorstellen: entweder als gleiche oder als verschiedene. Wennwir sie gleich voraussetzen, so müssen wir alle Verschiedenheiten,