272 Erster Abschnitt: Die biologischen Grundlagen
Zu den Keldenvölkern, die also selbst in die wirtschaft-liche Welt Züge des .Heldentums hineintrugen, soweit das mög-lich ist, die jene ganz oder halbkriegerischen Unternehmer stellten,denen wir in der Epoche des Frühkapitalismus so oft begegnetsind?, gehören zunächst die Römer, die ja sür Italien , fürTeile Spaniens, Galliens , Westgermaniens wichtige Bestand-teile des Volkskörpers bilden. Was wir von ihrer Art, Ge-schäfte zu betreiben, wissen, trägt ganz den Charakter der Gewalt-unternehmung, ruht ganz auf dem Gedanken, daß auch derwirtschaftliche Erfolg vor allem mit dem Schwerte errungenwerden müsse.
„Die Verbindung der römischen und der im Ausland ihnen sich enganschließenden, italienischen Kaufmannschaft erstreckte sich bald überdie bedeutendsten Orte in den abhängigen (!) Landschaften, nachAfrika und Numidien, nach Griechenland und dem Orient. Überallbildeten sie eine privilegierte Kompagnie für sich, die ihrpolitisches (!) und wirtschaftliches Übergewicht nicht nur in derFremde, sondern rückwirkend auch in der Keimat fühlen ließ. Wieder-holt mußte die Republik einen Fcldzug unternehmen, weil denrömischen Kaufleuten im Auslande etwas Unangenehmes passiertwar, selbst wenn sie sich im Anrecht befanden" ^'").
Äier wäre dann auch an die bekannte Bewertung zu er-innern, die die Alten den verschiedenen Arten der Unternehmungzuteil werden ließen: es ist dieselbe, die später z. B. bei denEngländern oder den Franzosen wiederkehrt: der Lkippin^-mercliant gilt als gesellschaftsfähig, weil er mehr Krieger alsHändler ist, der eigentliche „Händler", der traäeZman, der mar-clianä nicht. Cicero hat in seiner oft zitierten Äußerung überdie Anständigkeit der einen, die Nicht-Anständigkeit der andernTätigkeit die innere Gegensätzlichkeit des Geistes, der ja diebeiden Unternehmungen beseelt, zu vollendetem Ausdruck ge-bracht, wenn er sagt: „Den Großhandel, der Länder umspanntund vom Weltmarkt Waren herbeiholt, diese den Bewohnern