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Sachvermögens, das das dingliche Substrat einer solchen bildet,als eine sich ihm in ihrer zwingenden Gewalt aufdrängende objek-tive Notwendigkeit. Das Gewinnstreben oder der Erwerbstrieb, diegewifs ursprünglich höchst persönliche Seelenstimmungen waren,werden damit objektiviert.
„Am Ende hängen wir doch ab
Von Kreaturen, die wir machten.“]
Der Eigenart des Zwecks entspricht die Eigenart der Mittel,deren sich die kapitalistische Unternehmung bedient. Der mannig-fachen Arten, wie sich ein Sachvennögen in der von der Zweck-setzung kapitalistischer Organisation gewiesenen Richtung verwertenläfst, wird dort gedacht werden, wo wir die Modalitäten der kapita-listischen Unternehmung besprechen. Hier mufs darauf hingewiesenwerden, dafs stets und überall die in ihr entfaltete Thätigkeit sichzurückführen läfst auf eine Summe von Vertragsabschlüssenüber geldwerte Leistung und Gegenleistung, auf derengeschickte Bewerkstelligung am letzten Ende die Kunst des Wirt-schaftsleiters hinausläuft und deren Inhalt entscheidend ist für dieFrage, ob die Zwecke der Unternehmung erreicht sind. MögenArbeitsleistungen gegen Sachgüter oder Sachgüter gegen Sachgütereingetauscht werden: immer kommt es darauf allein an, dafs dabeiam letzten Ende jenes Plus an Sachvermögen in den Händen deskapitalistischen Unternehmers zurückbleibt, um dessen Erlangungsich seine ganze Thätigkeit dreht. In der Beziehung auf das all-gemeine Warenäquivalent, auf die Verkörperung des Tauschwertesim Gelde wird aller Inhalt der Verträge über Lieferung von Warenoder Arbeitsleistungen aller qualitativen Unterschiedlichkeit beraubtund nur noch quantitativ vorgestellt, sodafs nun eine Aufrechnungin dem zahlenmäfsigen Debet und Credit möglich ist. Dafs dasSoll und Haben des Hauptbuchs mit einem Saldo zu Gunsten deskapitalistischen Unternehmens abschliefse: in diesem Effekt liegenalle Erfolge wie aller Inhalt der in der kapitalistischen Organisationunternommenen Handlungen eingeschlossen.
Daraus ergeben sich nun aber im einzelnen Wesen und Artder Thätigkeit des kapitalistischen Unternehmers (oder seines Rem-plagant). Diese ist nämlich stets:
1. eine di sponier end-o rganisierende. Damit ist ge-meint, dafs sie im wesentlichen gerichtet ist auf die Inbeziehung-setzung anderer Personen. Dem Wesen kapitalistischer Organi-sation völlig fremd ist die höchst persönliche, individuell-isolierteWerkschöpfung des einsamen Arbeiters. Es ist die Eigenart