Neuntes Kapitel. Die Vermögensbildung etc. 220
Hosen kauft H. Vecklinckusen das Dutzend für 4 M. 5 sli. und verkauftsie für 6V2 Duk. Stieda, a. a. 0. S. 111.
Mützen, die Gegenstände des flandrisch - florentinisclien Handels im14./15. Jahrhundert bilden, werden zum Teil mit ungeheurem Aufschlag ver-kauft; feine das Dutzend Einkaufspreis U/2 fl., Verkaufspreis 15 fl. (!); mittel-feine bezw. 9 /io fl. und 6 fl.; ordinäre (tonde a orrecchi) bezw. 3 /2o und 2—2V2 fl.Uzzano, 128 f.
Eisen in Barren wird für 12—13 fl. der Tausender eingekauft (1 migliaio= 980 Pfd. fior.), für 17—18 fl. verkauft; ein andermal kostet der Tausender,der für 47 venetianische Lire di grossi verkauft wird, beim Einkauf 42 Lire.Uzzano 168. 4.
Zinugeräte (Stagno lavorato = piatelli, scodelle, salsieri) notieren einenEinkaufspreis in London von 8 fl. und werden in Florenz 13Vs—13 2 /s fl. ver-kauft (beide Preise berechnet für 100 engl. Pfd., die gleich 133 Vs florentinerPfund sind).
Im 13. Jahrhundert kosteten
100 kg Pfeffer desgl. Wachs
481 Mk.,
in Piemont (1262)
335 Mk,
512 -
- Champagne (1262)
420 -
- Champagne (1262)
602 -
530 -
(1265)
629 -
683 -
(1159-70)
796 -
A. Schaube, Ein italienischer Kursbericht von der Messe von Troyes ausdem 13. Jahrhundert in der Zeitschrift für Soc. und WirtschaftsgeschichteV, 279. 282.
Eine Pipe 01 kostet beim
Einkauf V erkauf
1374 ca. 22 / 5 ß 6 $ 23 /
1375 - 17 - 8 - 21 -
Handlungsbuch Vickos von Geldersen, LXII.
2. Spe&enberechnungen. Wie oft der gesamte Handelsgewinn odergar die Wareflsendung selbst den Strafsen- oder Seeräubern aller Schattierungenzum Opfer fiel, ist bekannt. „Farst da auf Jarmarkt durch Herrn-Gauenoder Wald, nimm klaine Rad an dain Wagen und hüte dich, dass du kaineGrundruhr zahlen must, sonst ist dain Gewinn verloren“, warnt ein altesHandelsregelbuch, das Stephan a. a. O. S. 360 citiert. Wollte man sichgegen die Ausräubung durch Bestellung von Geleit schützen, so war das auchein teures Vergnügen. Von Ulm an (nach Basel ) beispielsweise wechselte dasGeleit in Geckingen, Biberach, Ostrach, Pfullendorf, Stockach . Es betrug2 /3— 1 fl. für jeden Wagen (und jede Strecke?). Geering, 196. Geleit undFracht kosteten häufig dasselbe. Chron. deutsch. Städte 1, 103. Die Ge-fährdung des Handels im Kanal schildert anschaulich Cliaucer in seinenCanterbury Tales: siehe Cunningham, Growth 1, 278 f. Uber die Ver-teuerung durch Zölle wurde bereits an anderer Stelle gesprochen. Vgl. obenS. 156 Anm. 1. Jenes Fafs Wein, von dem dort die Rede war, wurde vonDresden bis Hamburg mit 9 Thlr. 9 Gr. 4 Pf. Zollkosten belastet. Falke,221. Es war überall dieselbe Geschichte. Vom belgischen Wollhandel be-