Siebentes Kapitel.
Verschiedene andere Länder.
Das kapitalistisch fortgeschrittene Belgien stand um die Mittedes vorigen Jahrhunderts schon am Ende der ersten Blütezeit seinerLandwirtschaft. Die Schriftsteller der 1840er und 1850er Jahrewissen nicht genug von dem allgemeinen „Aufschwung“, vor allemder Bodenpreise zu rühmen. „Wer hier zu Anfang des Jahr-hunderts sein Geld in Grundstücken angelegt hätte, würde seinKapital mehr als verdoppelt und sein Einkommen bedeutend ge-steigert haben 1 .“ Trotzdem seit Mitte des Jahrhunderts die belgischeLandwirtschaft schon unter der Konkurrenz fremden Getreidesstark zu leiden hatte 2 , gingen die Preise der Grundstücke dochnoch weiter in die Höhe. Nach dem Recensement gönöral vomJahre 1880 betrug der mittlere Bodenpreis von Ackerland proHektar: 3
1846 Francs 24211850 „ 2715
1856 „ 3174
1866 „ 4173
1874 „ 4747
1 J. Arrivabene, „Sur la condition des laboureurs et ouvriers beiges“.1845, pag. 4. Cit. von Vandervelde in der Anm. 2 gen. Studie S. 83.
2 Von 1830—1839 betrug die Einfuhr an Getreide (Weizen und Roggen)durchschnittlich 41 MiUionen hl jährlich; 1840—52 war dieser Durchschnittbereits auf 102 Mill. hl gestiegen. Nach den Mitteilungen bei E. Vandervelde,ein Kapitel zur Aufsaugung des Landes durch die Stadt (Archiv für soz.Ges.-Geb. etc. XIV. 1899, S. 84).
8 Vgl. L. Sbrojavacca, Sul valore della proprietä fondiaria rusticaim Bulletin de l’Institut international de Statistique. I (1886), 93 ff. undP. Kollmann, die Kaufpreise, S. 11 ff.