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Zweites Buch. Die Neugestaltung des Wirtschaftslebens.
vollbrachten Verkehrsleistungen und wenn man endlich das Tempoder Entwicklung in den einzelnen Jahrzehnten in Betracht zieht.Dann ergiebt sich nämlich:
1. dafs das Netz, welches die Eisenbahnen (und zwar zunächstdie Vollbahnen) über das Land ziehen, naturgemäfs immer eng-maschiger wird;
2. dafs die Ausnutzung der vorhandenen Verkehrsmittel immerintensiver wird;
3. dafs der Hauptaufschwung in die letzten Jahrzehnte fällt;
und
4. dafs eine wachsende Bedeutung der Nahverkehr gewinnt.
So kamen auf 1000 qkm Eisenbahnen in Deutschland :
1880 = 74,4 km1890 = 77,4 „
1899 = 90,4 „
Die Verkehrsleistungen aber stellten sich wie folgt:
Es wurden durchfahren auf 1 km in Deutschland (Stat. d.Eisenb. Deutschi.)
Personen-km Güter-tkm1885 216 932 430469
1899 389300 717 852
Ziffern, die sich ganz analog in den übrigen Kulturstaatenwiederholen.
Die genaueren Angaben, die wir über den Betrieb der deutschenBahnen besitzen, ergeben dann noch folgendes Bild: es betrug dieZahl (nach dem Stat. Jahrb.)
1880
1890
1899
der beförderten Personen (in Millionen) .
. 215
426
804
auf 1 Einwohner.
5
9
14
der beförderten Gütertonnen (in Millionen)
. 165
218
341
auf 1 Einwohner.
. 3,7
4,4
6,2
Die wichtige Thatsache der Zunahme des Nahverkehrs wirdaber aus folgenden Ziffern ersichtlich:
Von 1890—1898 stieg der Gütertonnenverkehrinnerhalb eines lokalen Verkehrsbezirks . . . . . . um 61 °/o
innerhalb des Landes und zwischen den einzelnen Ver-kehrsbezirken .. 48 „
Die durchschnittliche Fahrt einer Person aber betrug1880 = 30,13 km1890 = 26,34 „
1899 = 23,12 „