4(36 Drittes Buch. Die Theorie der gewerblichen Konkurrenz.
dort, wo es sich darum handelt, der objektiven Irrationalitätder Preisbildung besser standzubalten. Diese Irrationalitätäufsert sich, wie bekannt, darin, dafs die Marktpreise, sei es derRohstoffe, sei es der Stufen- und Fertigfabrikate, soweit sie imgrofsen Verkehr sich bilden, niemals mit Sicherheit den Berech-nungen des Produzenten entsprechen, sondern ohne jeden Zusammen-hang mit seinem noch so vollkommenen Raisonnement durch dasZusammentreffen einer Reihe unberechenbarer Umstände gebildetwerden oder, wie wir es zu nennen pflegen, der Konjunkturunterworfen sind. Zumal nun, wenn es sich um anhaltend un-günstige Konjunkturen, um krisenartige Zustände handelt, versagtdie Widerstandskraft des Handwerkers erheblich früher als die-jenige des kapitalistischen Unternehmers, aus Gründen, die zu Tageliegen. Ist ja doch der Handwerker um überhaupt seine Existenzzu fristen darauf angewiesen, dafs ihm im Verkaufspreise seinerWaren wenigstens seine Auslagen nebst einem Mindestzuschufs-betrage, den wir als Arbeitslohn ihm zurechnen mögen, regel-mäfsig erstattet werden, während der kapitalistische Unternehmereine Zeit lang wenigstens selbst mit Schaden weiterproduzierenkann, wenn er es nicht vorzieht, seine Produktion einzuschränkenoder ganz einzustellen. Zu diesem Behufe braucht er nur seineArbeiter ganz oder teilweise zu entlassen. Das kann der Hand-werker, soweit er Hilfskräfte beschäftigt, ihm nachmachen, sichselbst entlassen kann er aber nicht.