Neunundzwanzigstes Kapitel.
Der Kampf um die Produktionsmittel.
Damit Produktion überhaupt zu stände kommt, bedarf es derVereinigung der sachlichen mit den persönlichen Produktions-faktoren, wie seiner Zeit ausgeführt worden ist (vgl. Band I,S. 22 ff.), heute also der Regel nach ihres Ankaufs durch den Pro-duktionsleiter. Wir wollen nun unsere beiden Konkurrenten — denHandwerker und kapitalistischen Unternehmer — Schritt fürSchritt bei ihrem Anwerbgeschäft begleiten, das sich naturgemäfszunächst auf den Erwerb der notwendigen sachlichen Produktions-faktoren , der Produktionsmittel im weiteren Sinne er-streckt. Als solche unterscheiden wir:die Arbeitsbedingungen,den Arbeitsgegenstand,das Arbeitsmittel.
A. Die Arbeitsbedingungen.
Wir erinnern uns, dafs diese entweder von der Natur gegebene,oder erst vom Menschen in der ihm dienlichen Form hergestelltesind. Unter den ersteren ragt an Bedeutung hervor die Erde alsStandort der Produktion. Dieser ist „von Natur gegeben“, volks-wirtschaftlich betrachtet also eines besonderen Aufwandes zu seinerErlangung nicht bedürftig. In unserer Rechtsordnung dagegen,die das Eigentum an Stücken der Erdoberfläche kennt, erhebtbekanntlich der Grundeigner einen Zoll für die Gestattung, aufdem ihm gehörigen Fleck zu existieren oder zu produzieren. Eswurde gezeigt, dafs dieser Zoll, der den Namen Grundrenteträgt, in der Gegenwart eine besonders starke Tendenz zumSteigen hat, dafs also die Ausgabe für den Standort der Pro-duktion einen wachsenden Bestandteil der Produktionskosten für