Neunundzwanzigstes Kapitel. Der Kampf um die Produktionsmittel. 483
Klar ist nun also dieses, dafs gegenüber einer zusammen-geballten Robstoffmasse der gröfsere Produzent sieb dem kleinengegenüber im Vorteil befindet; klar ist ferner, dafs die Tendenzzur Entfernung des Rohstoffgewinnungsortes vom Verarbeitungs-orte die Tendenz zur Warenzusammenballung in sich schliefst.Hinzugefügt mufs nun aber noch werden, dafs letztere Tendenznicht auf jene eben besprochenen Fälle sich beschränkt, sondernauch aus anderen Ursachen hervorwächst, die in der kapita-listischen Gesamtentwicklung begründet sind. Insbesondere wirddieselbe Situation dort geschaffen, wo es sich um schon zu-gerichtete Rohstoffe oder um Stufenfabrikate handelt,wenn etwa der Produktionsprozefs an dieser Stelle schon eineKonzentration erfahren hat. Das ist also beispielsweise beim Lederder Fall, das in grofsen Unternehmungen erzeugt, sich also imMomente, in dem es der Schuhmacher als Arbeitsgegenstand beziehenwill, bereits im Zustande starker Zusammenballung befindet. Esist eine ständig wiederkehrende Klage, dafs der kleine Schuster imLederbezug benachteiligt ist, weil das Leder grofskapitalistischerzeugt wird und die Lederfabriken natürlich nicht „detaillieren“wollen oder, falls sie es thun, dafür Extraspesen in Gestalt einesPreisaufschlags auf das Leder berechnen, der andernfalls an denLederhändler zu entrichten ist.
C. Das Arbeitsmittel.
Dafs für dieses zunächst dieselben Regeln gelten wie fürArbeitsgegenstand und Arbeitsbedingung: dafs nämlich ihre Be-schaffung im grofsen unter den angegebenen Bedingungen Kostenerspart, bedarf keiner besonderen Begründung. Das Gesetz aberdes umgekehrten Verhältnisses zwischen Gröfse und Kosten trittbei ihm insofern noch besonders deutlich in die Erscheinung, alsdie Preise der einzelnen Leistung sich wenigstens beidem heute wichtigsten Arbeitsmittel, der Maschine, in exakterWeise ermitteln und also für die verschiedenen Gröfsenausmafsevergleichen lassen. Wohl gemerkt: es handelt sich auch hier zu-nächst wieder nur um den Preis einer bestimmt abgegrenztenLeistung — üblicher Weise bei Maschinen eines bestimmten durchsie nutzbaren Kraftquantums, der Pferdestärke (PS.) — nicht etwaum den Nutzeffekt dieser Leistung oder den auf sie entfallendenAnteil an dem Preise des zu erzeugenden Produkts. Der Über-sichtlichkeit halber bespreche ich hier den Preis der elementarenKraft, durch die die Maschine in Bewegung gesetzt wird, im Zu-
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