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2 (1902) Die Theorie der kapitalistischen Entwicklung : mit Register über Band 1 und 2
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Dreißigstes Kapitel. Der Kampf um die Arbeitskraft.

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3. Schneiderei 1 . Verglichen ist ein Schneidereibetrieb mitdrei Arbeitern, der jedoch nur fiktiv ist: die drei Arbeiter sind anverschiedenen Stellen thätig gewesen. Es ist offenbar an Sitz*gesellen gedacht, denen die zugeschnittene Ware geliefert wird. Esist nun nicht angängig, die Arbeitslöhne zweier Stubenarbeiter mitdem eines Zuschneiders (er ist mit 35 $ pro Woche angegeben!)zusammenzuzählen und durch drei zu dividieren: das würde einLohnsatz sein, den der Handwerker nicht zu zahlen hat. Ich ziehedeshalb nur den Lohn der beiden eigentlichen Schneider in Be-tracht: er beträgt in Zeitlohn umgerechnet bei 12- bezw. lOstündigemArbeitstag ca. l 3 /s bezw. 3 $, was bei 9stündiger Arbeiteinen Durchschnitt von 1,45 $ ergeben würde. DieserBetrag ist nun aber schon derjenige eines Teilarbeiters (die Funktiondes Zuschneiders ist verselbständigt). Es ist also gewifs nicht zugering gerechnet, wenn man jenen Satz als Äquivalent für dieArbeitskraft des Vollschneiders annimmt.

Demgegenüber gestalten sich die Preise in einer modernenKleiderfabrik (NB. wo derselbe Artikel gearbeitet wird), wie folgt.Es verdienen (bei 9- bezw. 9 x /4ständigem Arbeitstag) pro Tag:

Arbeitskräfte je $

1 10

1

6 2 /8

1

5 5 /6

1

4 1 /«

1

4

10

3V 3

1

3

19

2 2 /s

1

2 Vs

7

2 Vs

1

2Vs

13

2

36

l 2 /s

8

VI 2

25

lVs

6

vu

4

Vk

30

1

1 L. c. pag. 908 f. Unit 207.

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