528 Drittes Buch. Die Theorie der gewerblichen Konkurrenz.
dauer von 3000 Stunden im Jahre erreicht; dafür gab es aberSchlossereien, die ihren Gasmotor im ganzen Jahre nur 60 Stunden,andere, die ihn etwa 600 — 800 Stunden im Betriebe haben; nursehr wenige nützen ihn voll aus. Für Tischlereien ergab sich einedurchschnittliche Betriebsdauer von 680 Stunden (obere Grenze1200, untere 200).“ Wir werden die Bedeutung der letzten Ziffernweiter unten noch besser zu würdigen vermögen, wo wir nach denGründen für die geringe Entwicklung des KleinmotorenwesensAusschau halten.
Wenn es denn nun auch mit den Explosionsmotoren nichtsrechtes geworden ist, so werden unsere Gewährsmänner denken,so bleibt ja noch der Elektromotor als Stab unserer Hoffnungenübrig. Keiner aller bisherigen Kleinmotoren scheint in der That sogeeignet wie er, den Bedürfnisssen des handwerksmäfsigen Pro-duzenten Genüge zu thun. Er schmiegt sich am besten den ver-schiedensten Arbeitsmaschinen an; er läfst sich zeitlich nach Be-lieben nützen, da es eines Handgriffs zum Ein- oder Ausschaltenbedarf; er ist von geringem Umfang, sauber, leicht transportabelu. s. w. Er also scheint recht eigentlich der Motor der Zukunftfür das Handwerk.
Wird dieses Räsonnement durch den bisherigen Verlauf derEntwicklung unterstützt? Um darauf eine Antwort zu geben,müssen wir uns nach Ziffern umsehen, die uns den Stand derDinge nach 1895 angeben; denn erst seit jener Zeit datiert derimmense Aufschwung der Elektromotorennutzung. Betrug dochbeispielsweise bei den an die Berliner Elektrizitätswerke ange-schlossenen Elektromotoren 1 :
die Zahl
die Leistungsfähigkeit
1894^95
663
2 366 PS.
Kilowattstunden
1070926
1895/96
1347
4813 „
2219 501
1896/97
2056
7 475 „
4008943
1897/98
2873
10502 n
5833077
1898/99
3858
13791 „
7 758662
1899/1900
5764
23169 „
10290905
1900/1901
7538
30011 „
12 835381
1 Die
Ziffern bis
1896/97 sind dem Bande 119 der
Stat. d. D. R. ent-
nommen; die neueren Daten verdanke ich der freundlichen Mitteilung derBerliner Elektrizitätswerke selbst.