Geleitwort
XVII
Schaftsperioden, lag nicht im Plane dieses Bandes. Aber erwähntsollen sie werden um der Vollständigkeit des Bildes willen: wie derLeser sieht, gebe ich in dem Schluß-Abschnitte einen bündigen Über-blick über die verschiedenen Wirtschaftsweisen, die im Zeitalter desHochkapitalismus die „Gesamtwirtschaft“ ausmachen. Aber auchvorher schon, namentlich im dritten Hauptabschnitte, bietet sichöfters Gelegenheit, der nicht-kapitalistischen Formen der Wirtschaftzu gedenken.
Allgemeine Literatur
Wenn es auch meines Wissens kein Werk gibt, das diesem in derZielsetzung und Anlage gleicht, so haben doch zahlreiche Schrift-steller auf ihre Weise versucht, ein Bild von der verflossenen Wirt-schaftsperiode zu zeichnen.
In deutscher Sprache kommen hier — außer etwa dem wesentlichpolemisch-moralisierenden Jugendwerke Julius Wolfs: Sozialis-mus und Kapitalistische Gesellschaftsordnung (1892), dem stoff-reichen „Grundriß“ Gustav Schmollers ( zuerst 1901) und dergenialen Skizze, die Max Weber in seiner posthumen „Wirtschafts-geschichte“ (1923) entworfen hat — eigentlich nur die Marxistenin Betracht als solche, die sich unterfangen haben, die hochkapitalistischeEpoche — ganz oder teilweise— in zusammenfassender Darstellung zu be-handeln. Ihren Schriften ist nachzurühmen die geschlossene Gedanken-führung, die auf der Annahme des Marx sehen Entwicklungsschemasals richtunggebender Idee beruht. Sie haben auch über Marx hin-aus manchen wertvollen Einblick in den Zusammenhang der hoch-kapitalistischen Entwicklung getan und vermittelt. Die Schranke ihrerLeistung liegt in der Unzulänglichkeit der Marx sehen Konzeption.Ich denke an die Schriften von R. Hilferding , R. Luxem-burg, K. Renner , K. Kautsky, Edmund Fischer,Ed. Bernstein u. a., die ich alle am passenden Orte nennen werde.
Von neueren Schriften in französischer Sprache sind zu erwähnen diegediegene Arbeit von MauriceBourgouin, Les systemes socia-listes et Involution economique. Deutsch 1906 von L. Katzen-stein, die im wesentlichen eine Auseinandersetzung mit der Marx-schen „Entwicklungstheorie“ ist; die geistreiche, aber nicht sehr tiefeVortragsreihe von Germ. Martin, Conference sur Involution desgrandes nations. 1910, sowie zwei wackere Bücher aus der von GeorgesRenard u. d. T. Histoire universelle du Travail herausgegebenen