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3. Das Wirtschaftsleben im Zeitalter des Hochkapitalismus ; 1 (1927) Die Grundlagen - Der Aufbau
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Erster Abschnitt: Das Kapital

Die Extraprofite der Industrie, namentlich in ihren Anfängen, behandelt:Jos. Kulischer, Zur Entwicklungsgeschichte des Kapitalzinses. III. Ab-teilung. Der Kapitalgewinn im 19. Jahrhundert in den Jahrb. f..III. Folge Band XXV (1903).

Ganz allgemein, aber wenig ergiebig, ist G. P. Watkins, The growtliof large fortunes (1907). Ygl. auch A. Salz, Vermögen und Vermögens-bildung in der vorkapitalistischen und in der modernen kapitalistischen Wirtschaft. GdS. IV. 1. 1925.

Das Buch von E. Schmidt-Weißenfels, Geschichte des modernenReichtums in biographischen und sachlichen Beispielen (1893) ist anekdotisch.Seine Hauptquelle: Varigny, Les grandes fortunes (1889) war mir nichtzugänglich.

3. Statistik:

Methodisches: Ad. Wagner, Zur Methodik der Statistik des Volks-einkommens und Volksvermögens. Ausgearbeites und erweitertes Referatin der Sitzung des Intern. Statist. Institutes. 1903. G. Schnapper-Arndt ,Sozialstatistik (1908), 257297. Fedor Weinschenk, Das Volks vermögen.1896. (Dogmengeschichte des Begriffes.)

Darstellungen aus neuerer Zeit: Rob. Giffen, The growth of Capital.1889. Chiozza-Money, Riehes and poverty. 1910; idem, The nationswealth. 1914. Karl Helfferich, Deutschlands Volkswohlstand 1888-1913.1913. Corrado Gini, Lammontare e la composizione della ricchezza dellenazioni. 1914. Hauptwerk. G. Cassel, Theoretische Sozialökonomik.191.8. §§ 54ff. Wilford Isbell King, The wealth and income of thepeople of the United States. 1923. Wl. Woytinsky, Die Welt in Zahlen.1. Buch. 1925.

II. Allgemeine Darstellungen des Kreditwesens, Kredittheorien:

Von jeher sind zwei grundverschiedene Auffassungen vom Wesen desKredits nebeneinander hergegangen, die man als die englische und dieschottische oder als die statische und die dynamische einander gegenüber-stellen kann. Die Werke, in denen diese beiden Richtungen ihren klassischenAusdruck gefunden haben, sind: Karl Knies, Geld und Kredit Band II,Der Kredit 187679, und H. D. McLeod, Theory of Credit. 2 Vol. 1889.

Bis vor kurzem schien die statische Auffsasung vom Wesen des Kreditsdie Oberherrschaft, ja man kann sagen: die Alleinherrschaft gewonnenzu haben: in der dicksten Monographie über den Gegenstand, dem Buchevon J. v. Komorzynski, Die nationalökomische Lehre vom Kredit (1903),375, heißt es ohne Umschweife:der einstmalige Irrtum von der kapital-schaffenden Kraft des Kredits kann wohl heute als überwunden gelten.

Seitdem hat sich das Blatt gewandt. Heute kann man getrost behaupten,daß die dynamische Kreditlehre im siegreichen Vordringen begriffen ist.Sie wird jetzt in der deutschen Literatur vertreten von J. Schumpeter ,Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung. 1912; L. A. Hahn, Theoriedes Bankkredits. 1920 u. a. Sie hat ebenso in der ausländischen, namentlichder amerikanischen und französischen Literatur, zahlreiche Anhänger.Verwiesen sei auf W. G. Langworthy Taylor, The credit system. 1913.Alb. Despaux, Principes de dynamique monetaire. 1925.