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Erster Abschnitt: Das Kapital
Und nun halte man dagegen die Steigerung, die im vergangenenJahrhundert der Eisenverbrauch erfahren hat! Er betrug in Deutsch-land auf den Kopf der Bevölkerung:
1834-1835: 5,8 kg 1901-1905: 157,1 kg
1866-1870: 35,4 „ 1910: 218,5 „
1891—1895: 100,2 „ 1913: 276,5 „
HSt 3 3 , 798.
Die Vereinigten Staaten waren schon vor dem Kriege Deutschland im Eisenverbrauch vorangeeilt; dieser war über 300 kg auf den Kopfgestiegen und beträgt jetzt über 400 kg.
Der Eisenverbrauch nähert sich dem Holzverbrauch an. Wobeinun aber wiederum zu berücksichtigen ist, daß der Nutzeffekt des Eisensein viel größerer ist als der des Holzes. Man wird sagen können: alsWerkstoff erspart sein Eisen, das es erzeugt, einem Lande wie Deutsch-land mindestens einen zweiten Wald von der jetzigen Größe.
Um wieviel mehr aber erspart die Kohle an Holz! Sei es als Hilfs-stoff, sei es als Heizstoff. Der Steinkohlenverbrauch in Deutsch-land stieg wie folgt. Er betrug auf den Kopf der Bevölkerung:Anfang des 19. Jahrhunderts rund 15 kgMitte „ 19. ,, „ 100 , }
vor dem Kriege. „ 2300 , }
Wiederum sind die Vereinigten Staaten im Kohlenverzehr vorausgewesen. Er betrug hier auf den Kopf der Bevölkerung:
1816-1825: 3,5 kg1897-1905: 3,5 t1910-1913: 5-5,5 t.
Hier sind also zehn Wälder vom Umfang der heutigen aus derSteinkohlenzeit hervorgeholt worden.
Neben der Steinkohle darf die Braunkohle nicht vergessen werden,deren Heizwert allerdings nur etwa ein Drittel von derjenigen der Stein-kohle beträgt, die aber doch auch sehr erhebliche Massen von Holz alsHeizmaterial erspart. Der Verbrauch von Braunkohle beträgt inDeutschland etwa die Hälfte des Steinkohlenverzehrs, nimmt aberrascher zu als dieser. Es wurden verbraucht Kilogramm auf den Kopf:
1876-1880 . 850 Steinkohle 320 Braunkohle
1901-1905 . 1787 „ 931
1909-1913 . 2260 „ 1229
Stat. Jahrbuch.