Achtzehntes Kapitel: Die Mobilisierung der Güterwelt
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Frachtgüter (petite vitesse) wurden auf den französischen BahnenTausend Tonnen befördert:
1861: 27897
1891: 96554
1910: 173242.
Stat. annuelle des chemins de fer frangais, Yol. I.
die Menge der beförderten
der von den Eisenbahnen
Frachtgüter
geleisteten Tonnen-
(Millionen Tonnen)
meilen (Millionen)
1890
631,7
77207,0
1895
686,6
85227,5
1900
1082,0
141596,6
1905
1427,7
186463,1
1910
1849,9
255016,9
1913
2058,0
301398,8.
Nach den Zusammenstellungen Sundbärgs belief sieb die Zahl dervon den Eisenbahnen geleisteten Tonnenkilometer (Millionen):
im Durchschnittder Jahre1891—18951896—19001901—1905
in außereuropäischenLändern
223482.0
328290.0
auf der Erde
350265,7
479833,1.
Zum Vergleich: Wollte man annehmen, daß sämtliche vierbeinigenPferde auf der Erde zum Gütertransport verwendet würden und ihretheoretisch mögliche Leistung (50 Zentnermeilen am Tage = etwa15000 Tonnenkilometer im Jahre) wirklich vollbrächten, so würden sie,da ihre Gesamtzahl nach demselben Gewährsmann im Jahre 1900 etwa83 Millionen betrug, 415 Milliarden Tonnenkilometer schaffen. Die Eisen-bahnen würden dann eine zweite Garnitur Pferde darstellen. In Wirklich-keit ist ihre Leistung viel größer. Vgl. die Ziffern auf Seite 122, 123.
3. Die Eisenbahnen als produktive LeistungUm die in der Menschheitsgeschichte einzige Kiesenhaftigkeit derErscheinung „Eisenbahn “ völlig abzumessen, muß man nicht nur, wiees eben geschah, die Verkehrsleistungen dieses Transportmittels inZiffern darstellen, sondern muß sich auch eine Vorstellung machen vonder Größe des Werkes selber, das in den Eisenbahnanlagen geschaffenworden ist. Man wird sich dann überzeugen, daß der Eisenbahnbau die— mit Abstand — größte produktive Leistung ist, die die Menschheitbisher vollbracht hat.
Betrachten wir diese Leistung zunächst unter kapitalistischem Ge-sichtspunkte, so müssen wir den Kapitalaufwand bestimmen, der nötig