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Erster Abschnitt: Das Kapital
war, um die Eisenbahnen zu bauen. Wir können ihn errechnen, wennwir die Länge der gebauten Strecken mit dem Kostensätze für einenKilometer vervielfältigen. Wenn man diesen für Europa mit 336000 Mk.,für die übrige Erde mit 157000 Mk. im Durchschnitt annimmt, dannergeben sich folgende Beträge für die durchschnittlich in jedem Jahrgemachte Kapitalanlage in Eisenbahnen (Millionen Mk.)
Erde
übrige Erdteile
1841-1850
829
672
157
1851—1860
1600
941
659
1861-1870
1919
1181
738
1871-1880
3656
2150
1506
1881-1890
4927
1855
3072
1891-1900
3743
2016
1727
1900-1913
4769
1686
2983.
Für die letzten Jahrzehnte ist der Kostenbetrag für den Kilometersicher zu niedrig mit den oben angegebenen Sätzen bemessen. Manwird ihn seit den 1890er Jahren für die europäischen Bahnen um 10 °/ 0 ,für die außereuropäischen Bahnen um 25% höher annehmen müssen.Dann ergäbe sich also für Europa eine jährliche Anlage von etwa 2200und 1815, für Außereuropa von 2200 und 3700 Millionen Mi. im Durch-schnitt der letzten zwanzig Jahre.
Das Bild wird wieder lebendiger, wenn wir das tatsächliche An-wachsen des Anlagekapitals in einzelnen Ländern verfolgen.
Das Land, das die verhältnismäßig größten Kapitalbeträge im Eisen-bahnbau (und -ausbau, was immer mit in Betracht kommt) angelegt hat,ist Großbritannien .
Hier betrug das eingezahlte Kapital („Capital paid up“) in Millionen £:
1860:
348,1
1890:
897,5
1870:
529,9
1900:
1176,0
1880:
728,3
1913:
1282,0.
Nach der amtlichen Eisenbahnstatistik und dem Stat. Abstract for the U.K.
In den Jahrzehnten von 1860—1900 wurden also im Durchschnitt
jährlich bzw. 18,2, 19,8, 16,9, 27,8 Mill. £, von 1900—1913 10,6 Mill. £im Eisenbahnbau angelegt.
Für Deutschland gelten folgende Ziffern. Das im Eisenbahnbau „ver-wendete Anlagekapital“ betrug Milliarden Mark:
1875:
6,1
1900:
12,7
1880:
8,8
1905:
14,6
1885:
9,7
1910:
17,3
1890:
10,5
1913:
19,2.
1895:
11,4
Nach dem Stat. Jahrbuch f. d. D. R.