298
Erster Abschnitt: Das Kapital
Die wichtigsten Wollausfuhrgebiete vor dem Kriege waren folgende(1908/09):
291
Argentinien . . .
• 5 5
182
Vereinigte Staaten
* >>
149
• JJ
86
Kapland (Natal) .
• >J
60
Uruguay ....
58
Diese Länder lieferten 65% der gesamten auf der Erde erzeugten Wolle.Die Hauptproduktionsländer für Baumwolle waren, wie wir schon wissen:
Vereinigte Staaten. mit etwa 50% i
Ostindien.. ,, 20 %Ü!
Brasilien, China, Rußland, Kleinasien . . „ 25%.
Ein größerer Teil der Ernte (30—40%) wurde nur in den VereinigtenStaaten für die Verarbeitung im eigenen Lande zurückbehalten. DieProduktionsmenge der übrigen Gebiete gelangte fast vollständig in diekapitalistisch-zentralen Länder. Vgl. auch Seite 255 f. und 302.
c) Sowohl zur Bekleidung als zur Herstellung anderer Bedarfsgegen-stände dienen die Tierhäute: Hauptausfuhrgebiete waren Ostindien undSüdamerika . Vgl. auch Seite 300 f.
Über die Holzausfuhr aus den wichtigsten Waldländern habe ich obenSeite 264 schon Ziffern mitgeteilt.
II. Die Bewegung in die Arbeitsländer hin
Die Bedeutung, die die Zufuhr aus den Bodenländern für die Be-schaffung des Sachkapitals in den kapitalistischen Ländern vor dem Kriegegewonnen hatte, wird man am besten ermessen können, wenn man sich dieBezüge der einzelnen Volkswirtschaft vor Augen führt. Ich wähle als Bei-spiele die deutsche und die englische Volkswirtschaft, von denen jene einenfür Westeuropa wohl durchschnittlichen, diese einen Höchstbedarf anfremden Bodenerzeugnissen hatte.
Die mehr eingeführten pflanzlichen Nahrungs- und Genußmittelkosteten: 1893: 304185000 Mk.
1913: 846441000 „
Die für die Hervorbringung dieser Erzeugnisse im Auslande erforder-liche Landfläche betrug:
1893: 1152000 ha
1913: 1948000 „
A. Schulte im Hofe, a. a. O., Seite 29/30.
Das sind im Verhältnis zur Anbaufläche in Deutschland:
1893: 8%
1913: 13,5%.
Die Versorgung Deutschlands mit tierischen T Nahrungsmitteln durchdie Inlandsproduktion bezifferte sich auf Tausend Mark:
1893: 39325861913: 7892393.