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10 Beyträge zur Historie und Aufnahme des Theaters.
Allein es war auch damals schon ausgemacht, daß die meistennicht von ihm waren. Narr» meinet, daß ein andrer römischerKomicus gewesen sey, mit Namen Plautius, dessen Stücke manmit den scinigcn vermengt habe. Es kann seyn. Doch ist auchdie Vermuthung des Gcllius nicht ohne Wahrscheinlichkeit, daßviele von diesen Stücken die Arbeit ältrcr Poeten wären; Plau-tus aber habe sie vielleicht durchgearbeitet und verbessert, daherman darinnen hin und wieder den plautinischcn Ausdruck fände.Er erzählt uns übrigens nicht wenige, die sich bemüht hätten,die wahren Stücke des Plautus auszusuchen, und sie in richtigeVerzeichnisse zu bringen. Aclius, Scdigitus, Claudius, Aure-lius, Accius , Mauilius, und vornehmlich Narro, dessen Buchvon den plautinischcn Eomö'dicn cr anführet, welches sich aber,leider, unter den vcrlohrncn Büchern des Varro befindet. Narrohatte nur 21 für ächte plautinischc Stücke erkannt, weswegensie die Varronianischcn hicßcn, und die auch in der That vonallen cinmüthig für die Arbeit des Plautus erkannt wurden.Er war aber nicht so sircngc, daß cr nicht auch andrc, in wcl-chcn cr dcn Witz und dic Schreibart des Plantus fand, ihmhätte zueignen sollen. L. Aclius, ein gelehrter Grammaticus,gab dcm Plautus 25 Stückc. Man lese dic angeführte Stelle
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e-t rl-Ni'i-tiu >lw!um i'iiiuiinum. Dieser Lucius Aclius, welcher hier zu zwcvcu-malc» gcncnnet wird, ist ohne Zweifel wohl der, dcsfcu Suclonius in sciucmBuche von berühmten hirammalircru gedenket. Er sagt unter andern dascll'st
von ilnu: I>nciu!< .Veliu» caxiwmiilv >>»>>Iiei f»it: nilin vt Vr!»«.c«niu», <>>»»>>>:U>.'r eju« >>r!t>!(!Ui>i»m fecerill, vottl>>»>»r: ei 8>ilo, <l»l>a «riUiuue» »<>I)Uis-tun» e»i<lnu scrikeru solv>>!,I: tünlu« «iNimkttim l»u>»r, nt <Z»inI»m »l>:lelt»iu>ui»i<>w»m I» exUUn» <!u,»i>!Uu^ sn. Eben dieser Lucius Aclius Slilo, wieuns Quintilian in, II) B. im 1 Hauplst. meldet, hat zuerst das Urtheil vomPlauto gesellt: AluüiL I'lilulin» surmone luoulur.'l» suilt«-, si litliiit!volle»!,