Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
34
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34 Beyträge zur Hisioric und Aufnahme des Theaters.

ser mit einander führen, mm Gefangnen ist gemacht worden.Ztzo ist er min in Elis , der arme Philopolemus; denn ich binhier in Actolicn, und zwar bey seines Vaters des Hegio Hause.Der gute alte Mann! Sein Haus ist mir itzo ein recht Zam-mcrhaus geworden, ich kann es ohne Thräne» niemals ansehen.Er hat, seinem Sohne zum Besten, einen recht schimpflichenHandel, und der seinem Naturell gar nicht gemäß ist, angefan-gen. Er kauft nämlich Gefangne auf, in Hoffnung, daß ereinen darunter finden wird, mit welchem er seinen Sohn ver-tauschen kann. Ich muß ihn doch besuchen. Doch die Thüregeht alleweile auf, woraus ich so oft dicke und berauscht gegan-gen bin.

Zweyter Auftritt,

Hcgio- Ein Scherge. Ergasilus,

Hcgio. Höre, was ich sage. Mache die zwey Gefangnen,die ich gestern bey den Quästors von der Beute gekauft habe,von ihren großen Ketten, womit sie gefesselt sind, los, undlege jedem eine besondre an. Laß sie, drinnen und draußen,frey herumgehen, nur daß sie mit der größten Sorgfalt bewachtwerden. Mit einem Gefangnen, dem man zu viel Freyheit läßt,ist es nicht anders, als mit einem Vogel. Wenn er einmalGelegenheit davon zu stiegen findet! so ist es geschehen. Erläßt sich nimmermehr wieder fangen.

Der Scherge. Za freylich sind wir allcsammt lieber frey,als in der Knechtschaft.

-Hegio, Doch scheinst du eben nicht von den allen zu seyn.

Der Sckerge. Willst du denn also, da ich dir nichts ge-ben kann, daß ich mich auf die Flucht begeben soll?

-Hegio. Bcgicb dich nur, bcgieb; du sollst schon sehen, wassich alsdann mit dir begeben soll.

Der Scherge, Je nu, ich will es machen, wie du sprichst,daß es die Vögel machen.

'Heglo. Gut, und eben deswegen werde ich dich ins Kä-ficht sperren. Doch, genug gespaßt. Thue was ich dir befoh-len habe und pack dich fort.

Lrgasilus. Wie gerne wollte ich, daß der ehrliche Mann