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seinen Zweck erhielte. Denn wenn er seinen Sohn nicht wiedererhält, so ist es mit meiner Erhaltung geschehen. Bon derübrige» Jugend ist gar nichts zu hoffen. Sie lieben sich alleselbst zu sehr. Das war noch der einzige Jüngling von altemSchrot und Korne. Ich habe ihn niemals umsonst vergnügtgemacht. Sein Vater ist auch noch von der guten Art.
Hegio. Ich will zu meinem Bruder, bey dem ich meineübrigen Gefangnen habe, gehen. Ich muß sehen, ob sie dieNacht keine Unordnung angefangen haben. Non dar will ichalsbald wieder nach Hause kommen.
Ergasilus. Es thut mir leid, daß der arme alte Mann,zum Besten seines Sohnes, so eine kcrkermäßigc Handthicrungtreiben muß. Wenn er ihn zwar auf keine andere Art wiedererhalten kann, so mag er gar einen Schinder abgeben. Ichkann es wohl leiden.
-Hegio. Wer redt hier?
Ergttsilus. Ich, den deine Betrübniß ganz abmcrgclt. Ichveralte, verschmachte und verschwinde darüber. Ich hin vor lau-ter Magerkeit nichts als Haut und Knochen. Es bekömmt mirkein Bissen, den ich zu Hanse esse; kaum daß mir das, wasich bey guten Freunden koste, noch gcdcyct.
-Hcgio, Willkommen ErgasiluS.
Ergasllus, Die Götter stehen dir bey, Hegio.
^egio. Nu, nu, weine nur nicht.
Ergasilns. Ich soll nicht weinen ? Ich soll so einen recht-schaffnen Jüngling nicht beweinen?
-Hegio. Ich habe wohl gesehen, daß mein Sohn und dugute Freunde wäret - -
Ergasilus, So gchtS. Wir Menschen erkennen unser Glucknicht eher, als bis wir es wiederum verlieren. Seit dem deinSohn ist gefangen worden, seit dem hab ich erst eingesehen,wie hoch ich ihn zu schätzen habe. Ach wie sehne ich michnach ihm!
^Hegio, Da einem Fremden sein Unglück so nahe geht, wiesoll es mich nicht schmerzen, da er mein einziger Sohn ist?lürgasilus. Ich ein Fremder? Dein Sohn mir ein Frem-