Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
36
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36 Beyträge zur Historie und Aufnahme des Theaters.

der? O Hcgio, sage dieses nicht; glaub cs nicht. Er ist deineinziger Sohn, aber mir - - mir ist er noch viel einziger.

^cgio. Ich lobe dich, daß dich deines Freundes Ungemachwie das deine schmerzt. Doch sey nnr gutes Muths.

MrgKsllus. Ach!

-Hcgio. Der gute Schelm ist ganz betrübt, weil die Schmau-screvcn nunmchr abgedankt sind. Hast du denn aber niemandengefunden, der unterdessen diese abgedankten Schmauscrcycn inseinen Sold nehmen und commandircn will?

Ergasilus. Du glaubst es wohl; aber nein. Nachdemdein Sohn Philopolcmus ist gefangen worden, bedankt sichjedermann für dcrglcicbcn Eommando.

-Hegio. Es wundert mich auch eben nicht, daß sie sich da-für bedanken. Man hat gar zu viel und gar zu viclcrlcv Sol-daten dazu nöthig. Da sind erstlich Bcckcrsoldatcn. Und vondiesen Bcckcrsoldatcn gicbts wieder untcrschiednc Arten. Manbraucht Brodsoldatcn; man braucht Kuchcnsoldatcn. Hcrnachkommen die Zicmcrsoldaten, die Schncpscnsoldatcn. Und washat man nicht endlich für cine Menge Fischsoldatcn nöthig?

Ergasilus. Wie doch manchmal dic größtcn Köpfe imVerborgnen bleiben! Was solltest du nicht für ein Gcncral seyn,und mußt doch als eine Privatperson leben?

-Hcgio. Scu nur gutes Muths. Ich hoffe, daß ich mei-nen Sohn in wenig Tagen wicdcr zu Hausc haben will. Dennich habe gestern einen jungen eliensischcn Gefangnen, der vonsehr vornehmen und reichen Geschlechte ist, bekommen, und mitdiesem hoffe ich ihn zu vertauschen.

Lürgasilus. Dic Göttcr gcbcn cs!

-Hcgio. Abcr sage mir doch, bist du heute auf den Abendzu Gaste gebctcn?

LLrgKsiluö. So viel ich weis, nicht. Abcr warum fragstd» das?

-Hcgio. Es ist hcutc mein Geburtstag, ich will dich alsoauf den Abend einladen.

LLrgasilus. Das war sinnreich gesprochen!

Hcgio. Aber du mußt mit wenigem können zufrieden seyn.

iLrgKsilus. Wenn cs nur nicht allzuwcnig ist.