Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
38
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Beytrage zur Historie und Aufnahme des Theaters.

^egio. Nor alle» Dingen viel Kraut - -

Ergasilus. Das kannst du den Kranken zu Hausc vor-setzen. Hast du mir sonst noch was zu befehlen?

-Hegio. Nichts, als daß du bey Zeiten kommen sollst.

LLrgafilns. Das hätte ich so nicht vergessen.

-Hegio, Ich will herein gehen, und doch überschlagen, wieviel ich Geld bey dem Wechsler stehn habe. Den Gang zumeinem Bruder kann ich vcrsparcn bis hernach.

Zweyter Auszug.

Erster Auftritt.

Die Schergen, philorrates und Tyndarus, die Gefangnen.

iLin Scherge. Da die unsterblichen Götter euch zu diesemUnglück auscrschcn haben, so habt ihr es mit Geduld zu ertra-gen. Durch diese könnt ihr euch eure Last erleichtern. Ich willes glauben, daß ihr in eurem Aatcrlandc frey gewesen seyd.Da ihr aber itzo in die Knechtschaft gerathen seyd, so wird csgut seyn, wenn ihr euch darein schickt, und sie euch, durch denGehorsam gegen euren Herrn, so erträglich macht, als es nurmöglich ist. Alles was der Herr thut, muß euch recht sey»,wenn cs gleich nicht recht ist.

Die Gefangnen. Ach!

Ein Scherge- Der Seufzer war unnöthig, und euer Wei-nen ist euch zu nichts gut, als die Augen zu verderben. ZuTrübsalen ist nichts besser, als ein guter Muth.

Die Gefangnen. Allein, wir schä'mcn uns, daß wir ge-fesselt seyn.

Ein Scherge. So darf cs euren Herrn hernach nicht ge-reuen, daß er euch, die ihr ihm so viel Geld kostet, frey, ohneKetten, hat gehn lassen, wenn ihr etwa - -

Die Gefangnen. Was befürchtet er sich denn von uns?Wir wissen schon, was unsere Schuldigkeit ist, wenn er unsgleich ungebunden gehen ließe.

<Lin Scherge. Ha! ha! Ich sehe schon, worauf ihr um-geht. Zhr sucht zu entflicht!.

Die Gefangnen. Wir entfliehen? Und wohin?