Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
39
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Die Gefangnen des Plautus.

Ein Scherge. Nach Hause.

Die Gefangnen. Geh! Es würde sich schlecht für »iiSschicken, zu ciitflichii.

Eii» Scherge- Nil, im, wenn sich die Gelegenheit etwaeräugen sollte, so will ich es euch nicht abrathcn.

Die Gefangnen. Eine kleine Bitte haben wir an cucbzu thun.

Ein Scherge. Woriimc besteht die?

Die Gefangnen. Wir wollten gerne mit einander sprechen,ohne, daß uns weder du, noch jemand von diesen, zuhörte.

Ein Scherge. Gut, das soll euch erlaubt seyn. Weg vonhier! Laßt uns unterdessen hier zurück treten. Allein machtes kurz.

Philot'rates. Dieses wünschte ich eben. Komm hier herTyndaruS.

Ein Scherge- Fort hier! Packt euch zurück!

T>'nvarus. Wir sind euch beyde sehr verbunden, daß ibruns diese Gefälligkeit erzeigt.

Philot'ratcs. Komm also näher hichcr, damit sie nichtsvon unsern Reden auffangen können. Sie müssen von nnscrcrList nicht das geringste merken. Denn eine List ist keine List,wenn sie nicht heimlich gehalten wird; sie ist vielmehr das größteUnglück, so bald sie auskömmt. Wenn du dich also für mei-nen Herrn ausgeben willst, und ich mich als deinen Dieneranstellen soll, so müssen wir uns wohl vorsehn, daß wir allesbehutsam und ohne Bchorchcr verrichten. Wir müssen allenunsern Fleiß, allen unsern Witz dabey anwenden. Die Sacheist zu wichtig, als daß sie sich schläsrich treiben ließe.

Tyndarns. Ich will alles thun, wie du es befiehlst.

Philodrates, Das hoff ich.

T^ndarus. Du siehst wohl, daß ich itzo für dein mir sowerthes Leben, mein eigen Leben in die Schanze schlage.Philob'ratcs. Es ist wahr.

T^nvarus, Aber gedenke auch daran, wenn du deinenZweck wirst erlangt haben. Denn ich weis wohl, wie die mei-sten Menschen sind. So lange als sie nach etwas streben, solange sind sie gut; so bald sie cS aber erlangt haben, so bald