Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
40
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49 Beyträge zur Historie und Aufnahme des Theaters.

werden sie ans den Besten, die Schlimmsten und Ilngetrcucsten.Doch ich will hoffen, daß dn so seyn werdest, wie ich es wün-sche. Ich könnte es mit meinem Vater nicht besser meynen, alsich es mit dir meyne.

Philob'races. Zu der That, ich habe dich mit Recht mei-nen Vater zu nennen. Denn nach mcincm wirklichen Vaterhast du dich am väterlichsten gegen mich bewiesen.

<L)-n0Kvus, Za! Ja!

Philokratcs. Zch ermähne dich also, gedenke ja fleißigdäran, daß ich mm nicht mehr dein Herr, sondern dein Knecht,bin. Nur das einzige bitte ich dich, da uns die Götter itzoihren Willen kund gethan, und mich, deinen vorigen Herrn,zu deinem Mitkncchte gemacht haben: dieß einzige bitte ich dich,ich, der ich dir sonst mit Recht zu befehlen hatte, ich bitte esdich nm unsers ungewissen Glücks, um der Gütigkcit, die dirmein Vater erzeigt hat, nm unserer gemeinschaftlichen Knecht-schaft willen; ehre mich nicht anders, als ich dich geehrt habe,da du mir dientest, und erinnere dich fleißig, was du gewesenseyst, und was du nun bist.

T/nVarns. Zch weis schon. Ich bin nunmchro du, unddu bist ich.

Philor'rates. Gut. Wenn du das wohl merken kannst, sokönnen wir hoffen, daß unsre List gelingen werde.

Zweyter Auftritt.

Hegio. philor'rareo, TyndarusHcgio. Zch werde gleich wieder herein kommen. Ich will

nur diese erst etwas fragen. Wo sind sie, die ich vor die

Thüre zu führen befohlen habe?

Philor'rates. O, du hast schon dafür gesorgt, daß wir nicht

weit seyn können. Wir sind ja mit Ketten und Wachen ganz

nmschanzt.

"Hegis, Wenn man sich auch noch so sehr Vorsicht, mankann sich doch nimmermehr zu viel vorsehn. Wenn man manch-mal glaubt, sich am besten vorgeschn zu haben, so ist man mitaller seiner Vorsicht betrogen. Oder thue ich etwa unrecht, daß