930 Dritter Abschnitt: Die Gestaltung d. Wirtschaft! Prozesses i. d. Geschichte
von uns schon zu wiederholten Malen gewürdigte Tatsache, daß in derAusführung der modernen Technik der Produktions-, insonderheitArbeitsmittelapparat immer mehr ausgeweitet wird, also daß auf denQuadratmeter ebenso wie auf den lebendigen Arbeiter berechnet immerkostspieligere Maschinen und Apparate aufgestellt werden müssen.Für das Walten dieser Neigung geben den ziffernmäßigen Ausdruckdie Zahlen, die das raschere Anwachsen des Sachkapitals (rascher imVerhältnis zum Personal- und somit zum Gesamtkapital) zum Ausdruckbringen: siehe oben Seite 123f. 617f.
2. Die Sachökonomie
Auch über sie sind wir bereits unterrichtet. Wir verstehen darunterdie ökonomische Stoffverwertung. Diese bedeutet, was hier hervorge-hoben werden muß, ebenfalls eine Steigerung des Energieaufwandes,sofern innerhalb eines Betriebes von gegebener Größe mehr Produktehergestellt werden: ein Hochofenwerk bestimmten Ausmaßes mehrEisen, eine Spinnerei mit einer gewissen Anzahl Spindeln mehr Garn,ein Landwirtschaftsbetrieb auf einer abgezirkelten Fläche mehr Kornerzeugt usw.
Die Sachökonomie besteht:
1. in der besseren Organisation: Schutz der Baumwolle vor Zug!Fruchtwechsel!
2. in der besseren Ausnutzung der Stoffe und Kräfte: Steigerungder „Ausbeute“, der „Ausbringung“, des Rendement;
3. in der Verwendung früher ungenutzter oder unbrauchbarer Stoffe:Gichtgase! Shoddy! Alteisen!
Ich habe darauf bezügliche Ziffern mitgeteilt, als wir die Mittelzur Ausweitung des Sachkapitals in Erfahrung zu bringen trachteten:siehe Seite 239ff.
3. Die Zeitökonomie
Sie tritt uns in doppelter Gestalt gegenüber: als extensive undintensive Zeitökonomie, wie man sagen kann.
Unter extensiver Zeitökonomie kann man die bessere Ausnutzungder kosmischen Zeit verstehen, die dem arbeitenden Menschen als poten-tielle Zeit zur Verfügung steht, und die er in größerem oder geringeremUmfange in aktuelle (Arbeitszeit) verwandeln kann. Das Optimumwird erreicht, wenn der Produktionsprozeß kontinuierlich ist, das heißtan 365 (366) Tagen je 24 Stunden ununterbrochen sich vollzieht. Istkein ununterbrochener Betrieb möglich, so gilt es, den Arbeitstag so