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Schluß: Die Gesamtwirtschaft
staltung seines Betriebes: Anfänge der Kalkulation, der Buchführungsind vorhanden; die Rechenhaftigkeit ist ihm nicht mehr völlig fremd.Der Handwerker widmet sich selbst der Pflege dieser „kaufmännischen“Seiten des Betriebes, er kann daher nicht mehr ausschließlich Hand-werkerarbeit verrichten;
(2.) eine gewisse Vervollkommnung des Betriebes selbst: dieser istausgeweitet bis auf 6, 8, 10 Hilfspersonen, ist ausgestattet mit einemSatz von Arbeitsmaschinen und wird von einer Antriebsmaschine belebt;
(3.) eine Vergrößerung des Geldmittelfonds, über den der Hand-werker verfügt zwecks Durchführung dieser Reformen. Diese Ver-größerung ist in der Tat eingetreten, häufig durch die Vermittlungder Kreditgenossenschaften, über die weiter unten noch einiges mehrzu sagen sein wird: siehe Seite 988f.
Ob man diesen neuen Typus von Kleinproduzenten noch Hand-werker nennen will, ist nicht so wichtig. Ich habe für ihn die Bezeichnungkleinkapitalistischer Unternehmer vorgeschlagen. Dieser Typus bildetimmer nur eine kleine Minderheit inmitten der Klein- und Mittel-betriebler. Er wird vor allem in der Betriebsgrößenklasse 6—10 Personenzu suchen sein. In dieser, die sich übrigens zu vergrößern die Neigunghat, wurden (1907) 717 758 Personen gezählt, die den 3 MillionenKleinb etrieblern gegenüb erstehen.
Für alle Einzelheiten muß ich aufdieersteAuflagediesesW e r k e s verweisen, in der das Problem des Handwerks und seinerBesiegung durch den Kapitalismus viel ausführlicher abgehandeltworden ist — entsprechend dem so sehr viel größeren Interesse, dasdamals, als die erste Auflage erschien, der Konkurrenzkampf zwischenKapitalismus und Handwerk bot.