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3. Das Wirtschaftsleben im Zeitalter des Hochkapitalismus ; 2 (1927) Der Hergang der hochkapitalistischen Wirtschaft : die gesamtwirtschaft ; mit mehreren Namen u. Sachregistern ...
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Schluß: Die Gesamtwirtschaft

(3.) Nun ist aber der größte Teil der amerikanischen Bauernwirt-schaften von vornherein auf den Verkauf eingestellt. Das ist der Fall,seit die Besiedelung des Landes über den Mississippi in die fruchtbarenPrärien vorgedrungen ist, während der Bauer in den Waldregionen desnahen Westens in viel weiterem Umfange eine selbstgenügsame Wirt-schaft führte. Also wird der Erlös seiner Wirtschaft im wesentlichendurch die Preise bestimmt, die er für seine Erzeugnisse erhält. Wiesehr diese seit den 1870 er Jahren gesunken sind, haben wir feststellenkönnen: siehe das 17. und 18. Kapitel. Es scheint doch aber, als ob diePreise der Agrarprodukte auf der ganzen Erde sich so niedriggestellt haben, daß die Erzeuger in ihrer Lebenshaltung gedrückt wurden:der ganze Mechanismus der Weltpreisbildung war so eingerichtet, daßalle Vorteile der vermehrten Leistungsfähigkeit den industriellen undhandelnden Schichten der Bevölkerung allein zugute kamen. Um denwesteuropäischen und amerikanischen Kapitalismus zu seiner unerhörtenBlüte zu verhelfen, hat also auch der Siedler in den neuerschlossenenGebieten darben müssen.

Das ökonomische Schicksal des amerikanischen Farmers findet infolgenden Ziffern seinen ergreifenden Ausdruck: Der Durchschnittswertder Ernte vom acre betrug in den Vereinigten Staaten:

1866-1870 . . .

. . 9 14,70

1871-1875 . . .

14,05

1876-1880 . . .

. . 11,89

1881-1885 . . .

. . . 11,33

1886-1890 . . .

. . . 9,97

1891-1895 . . .

. . . 9,71

1896-1900 . . ,

. . . 9,09

Seitdem beginnen die Erträge zu steigen: siehe Stat. Abst. US .1. c. pag. 175.