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Schluß: Die Gesamtwirtschaft
unmöglich! Sie wird auch diese Schwierigkeiten überwinden, und dieVoraussage Wilhelm Ostwalds (Energetische Grundlagen der Kultur-wissenschaft [1909], 47) wird gewiß eintreffen: „Als späteres Ziel desFortschritts wird. . . die unmittelbare Benutzung der Sonnenenergien an-zusehen sein, wobei die Erde mit Apparaten bedeckt sein wird, in denendies geschieht, und in deren Schatten die Menschen ein bequemeres Daseinführen werden.“
Zusammenfassende Darstellung des heutigen Standes des Studiumsder „Ersatz“kräfte siehe bei A. Lübke, Die sterbende Kohle (1925), 343ff.,.375ff., 418ff.
Eine Zeitlang schien es, als ob zu hoffen (zu befürchten) sei, daßdas technische Zeitalter sein Ende erreichen würde, nicht wegen Mangelan Kräften, wohl aber wegen Mangel an Stoffen. Heute wissenwir, daß auch diese Hoffnung (Befürchtung) unbegründet war. Inletzter Zeit sind Stoffquellen aufgedeckt, die man als praktisch un-erschöpflich bezeichnen kann.
Das sind:
(1.) die Altmaterialien, namentlich das Alteisen, obw r ohl diese-natürlich schließlich auch einmal zu Ende gehen, dann aber
(2.) die Vorräte an Aluminium, die sich in der Tonerde befinden;.
(3.) die Stickstoffmengen der Luft.
III.
Fragen wir mm, welches in Wirklichkeit die Gestaltung des Wirt-schaftslebens der Zukunft vermutlich sein wird, so werden wir alseine wohl sichere Tatsache ansehen dürfen, daß das kapita-listischeWirtschaftssystem noch auf lange hinaus wich-tige Zweige des Wirtschaftslebens: ich denke alle diejenigen, die nochim Zustande der technischen Revolution sich befinden, in denen dieUnternehmungen sich wechselnde Aufgaben stellen und die Spezial-artikel erzeugen, beherrschen wird.
Daß der Kapitalismus große äußere und innere Umbildungen auchin der Zukunft erfahren wird, ist nach dem, was wir schon währendder hochkapitalistischen Epoche und in der Zeit seit dem Beginnedes Weltkrieges erlebt haben, sicher vorauszusehen.
Diese Veränderungen, auf die ich im Geleitworte schon hinge-wiesen habe, werden vornehmlich in folgendem bestehen:
(1.) der Kapitalismus wird die Vorherrschaft verlieren;
(2.) der Kapitalismus wird sich immer mehr Einschränkungen undEingriffe abseiten der öffentlichen Gewalten gefallen lassen müssen:.