Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
55
Einzelbild herunterladen
 

Die GcftiiijZiicu dcs Pl.nilus>

2lriiroph- Und du glaubst ihm«!

-Hegio. Mehr als dir und mir. Der, für dcn du ihnausgicbft, ist heute von uns nach Elis zu dieses Vater gesandtworden.

Aristoph. Seinem Bater? Dcr Knecht?

T>'ndar. Bist du doch itzo auch ein Knecht, ob du gleichsonst srcy wärest. Und ich, ich hoffe cS auch zu seyn, so baldsein Sohn durch mich die Freyheit wird erhalten haben.

Aristoph. Was sprichst du, Galgenstrick-! Du nennst dichsrcy gcbohrcn.

Tyndar. Nicht doch, ich hcißc nicht Freygebohren, son-dern Philokrales.

Aristoph. Was? Höre einmal, Hegio, was er noch sürNarrcnsposscn treibt. Glaube mir, es ist dcr Knecht selbst, nnder hat nicmals einen Knecht außer sich selbst gehabt.

ü^nvar. Da du selbst in deinem Batcrlandc Mangel lei-dest und nichts zu lcbcn hast, so wundert mich es gar nicht,daß du dir alle gleich zu scyn wünschest. Dic Unglücklichen sindmcistcnthcils so, sie sind mißgönstig, und beneiden dic Glücklichen.

Aristoph. Ich bitte dich nochmals, Hegio, höre auf ihmso ohne Grund zu tränen. So viel ich vermuthe, hat er dirohne Zweifel schon einen Streich gespielt. Was cr von derAuslösung deines Sohnes spricht, das will mir gar nicht gefallen.

T^»0«r. Ich glaub es wohl, daß du es nichr gerne sehenwürdest. Gleichwohl will ich es thun, wenn mir dic Götterbcystcbcn. Ich will ihm scincn Sohn wieder zustellen, und crivird ein gleiches mit mir meinem Barer thun. Und in dieserAbsicht habe ich den Tyndarus nach Hause geschickt.

Aristoph- Bist denn dns aber nicht selber? Es ist ja sonstin ganz iLlis kein Knecht dicscs Namcns.

kLyndar. So fährst du doch fort, mir meine Knechtschaftvorzuwerfen, in die mich dic feindliche Gewalt gezwungen hat?

Aristoph. Nein, längcr kann ich mich nicht halten.

T^nögr. Hörst du, was cr sagt? Mache dich ja fort!Bald wird cr uns mit Steinen verfolgen, wenn du ihn nichtgleich zu binden befiehlst.

Aristoph. Welche Marter!