Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
56
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56 Beyträge zur Historie und Ausnahme des Theaters.

(L^ndar. Die Augcn brcnncn ihm. Ätun ist der Stricknöthig, Hcgio. Sichst du nicht, wie cr im Gesichte ganz schwarz-gelbc wird? Das schwarze Gcblütc macht ihn unsinnig.

Aristoph. Aber dein böses Gcblütc sollte dir der Schinderschon abzapfen, wenn Hcgio klug wäre.

Er rcdt schon ganz vcrkchrt. Die Furien schreckenden armen Mann.

-Hegio. Wie, Philokratcs, wenn ich ihn binden ließe?

T)?n0. Du könntest nicht klügcr thun.

Aristoph. Ich ärgre mich, daß ich keinen Stein bey derHand habe; damit ich dem vcrdammtcn Kerl, der mich durchseine Reden unsinnig machen will, den Hirnschädcl zerschmei-ßen könnte.

T)-nd. Hörst du? Er sucht einen Stein.

Aristoph. Ich will dich allcinc sprechen, Hcgio.

-Hegio. Bleib nur dort, wenn du mir was sagen willst,ich will cs schon von weitem hören.

Tynd. Zum Hcnkcr, wenn du dir ihn auch ließest näherkommen, so wars um deine Nase gewiß geschehen. Er würdedir sie mit Wurzel und Stiel wcgbcißcn.

Aristoph. Glaube nicht, Hcgio, daß ich unsinnig bin, odcrdaß ich cs jemals gewesen sey. Ich habe die Krankheit nicht,deren cr mich beschuldiget. Wenn du dich aber vor mir fürch-test, gut, so laß mich binden, nur laß diesen auch mitbinden.

Tyno. Ja, ja, Hcgio, laß ihn nur binden, wie cr csselbst bcgchrt.

Aristoph. Schweig nur. Ich will dich schon, falscher Phi-lokratcs, noch hcutc überführen, daß du der wahre Tyndarusbist. Nu, was winkst du mir mit dem Kopfe?

Tynd. Ich winkte dir?°

° Dicsc und die folgende Rede ist in allen Ausgaben nur eine. Alleinich sehe nicht, was Tvndarus »lit dem andern sagen wollte; wenn man csaber dem Aristophontcs in den Mund legt, wie ich cs hier gethan habe,so hat cs einen ganz natürlichen Verstand. Er winkt mir, will cr sagen, dadu so nahe dabcv stehst, wenn du weiter davon stündest, so würde er michgar schweigen hrißcn.