Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
57
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Die Ecfcmgiieu des Plautus.

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Aristoph. Was würde cr nicht thun, wenn du weiter da-von stundest.

-Hcgio. Was mcynst du, ob ich wohl mit dem Unsinnigen rede?

TynS. Er wird dir Posse» vormachen, cr wird dir Zeugschwatzen, das weder Kopf noch Schwan; hat. Es ist vervoll-kommne Ajax, nur daß ihm sein Anputz fehlt.

-Hcgio- Es schadet nichts; ich will doch mit ihm reden.

T>n0. Nun bin ich vcrlohrcn. Itzo stehe ich aus der ge-fährlichsten Stufe. Was soll ich anfangen?

-Hegio. Aristophontcs, ich will dir doch zuhören, wenn dumir was zu sagen hast.

Aristoph. Du wirst also hören, daß das die Wahrheit sey,was du für eine Lügen gehalten hast. Vor allen Dingen abermußt du überzeugt seyn, daß ich kein Unsinniger bin, und daßich keine Krankheit habe, außer meiner Knechtschaft. Wenn ichund du aber nicht eben so wohl Philokratcs sind, als dieser,so strafe mich der König aller Götter und Menschen, und lassemich mein Vaterland niemals wieder sehen.

^Hegio- Nu so sage mir doch, wer ist cr den» sonst?

Aristoph. Kein andrer, als für den ich ihn gleich anfangsausgegeben habe. Und wenn du es anders befindest, als iches sage, so will ich meiner Freyheit und meiner Acltcrn beydir verlustig werden.

Hcgio. Was sagst du dazu?

T^nd. Daß ich dein Knecht bin, und du mein Herr bist.-Hcgio. Darnach sragc ich nicht. Bist du frey gewesen?Tynd. Za.

Aristoph. Nein, cr ist es niemals gewesen. Er hintergeht.

iL>nS. Wie kannst du denn daS wissen? Bist du denn etwabey meiner Mutter Hebamme gewesen, daß du cS so kühnlickbehaupten kannst?

Aristoph. Ich habe dich, da wir beyde noch Kinder wa-ren, gekannt.

Tynd. Und ich kenne dich itzo, da wir beyde erwachsen sind.Aristoph. Siehst du, wie cr wieder Possen treibt!"

" Das Uei» rurlum Mii! habe ich lieber dem Aristophontes inMund lege» wolle». Tyudcirus hatte sich schon oben einmal durch cinc solche