60 Beyträge zur Historie und Aufnahme des Theaters.
T^nd. So will ich es denn nur gestehen. Za, cs ist al-les wahr, was du sagst. Durch meine Mühe und Arglistigkeitist Philokratcs dir entgangen. Aber, ich bitte dich, wie kannstdu darüber ungehalten auf mich seyn?
-Hcgio. Nu, im, cs soll dir nicht unbclohnt bleiben.
(Lynd. Wenn ich nur wegen keiner Ucbclthatcn umkomme,so werde ich cs wenig achten. Muß ich hier stcrbcn, und Phi-lokrates kömmt, wic du befürchtest, nicht wicdcr, so wird mirmcinc That noch nach meinem Tode Ruhm bringen, daß ichmeinen gefangnen Herrn aus der Knechtschaft und aus den Hän-den der Feinde frey in sein Vaterland zu seinem Vater wicdcrgeschafft, und licber mein, als sein Leben, der Gefahr aus-gesetzt habe.
'Hegio. Fort! Macht also, daß dieser wackre Mann diesenRuhm am Galgen haben kann.
C>-n0. Wer um der Tugcnd willcn umkömmt, kömmtnicht um.
-Hcgio. Wcnn ich dich wcrdc rechtschaffen haben marternlassen, wenn du deiner Bctrügcrcycn wcgcn wirst zu Todc seyngcpcinigct worden, so mögen sie meinetwegen sagen, du seystumgekommen oder nicht; wann du nur umkömmst, so gilt mircs gleich viel, wcnn sie auch sagten, du lcbtcst.
T^nö. Wcnn du das thust, so wirst du cs gcwiß nichtumsonst gcthan habcn, wenn Philokraces wiederkömmt, wic ichgcwiß hoffc.
Aristoph, O ihr unsterblichen Götter, nun bekomm ichin der Sache Licht. So ist mein Freund Philokraces frcy?So ist cr in scincm Vatcrlandc bey seinem Aatcr? Wohl.Wem sollte ich dieses Glück lieber gönnen, als ihm ? Aber, wieschmerzt cs mich, daß ich diesem cincn so schlechten Dienst gc-than habe. Meinetwegen, meiner Entdeckung willcn ist cr ge-bunden.
Hcgio. Habe ich dich nicht nachdrücklich gewarnt, michnicht zu belügen?ü^nö. Za.
-Hegio. Warum hast du cs also gewagt?