Tic Gefangnen dcS Pl.nNnS.
T>nd. Weil dcm, für dcsscn Wohl ich besorgt war, dieWahrheit geschadet hätte. Ztzo nutzt ihm die Lügen.-Hcgio. Und dir wird sie schaden.
TynV. Wohl gut! Habe ich doch meinen Herrn erhalten,über dcsscn Erhaltung ich mich freue; denn der altc Herr hattemich ihm zum Beschützer gegeben. Aber sprich, ist cs cinc La-sterthat, was ich begangen habe?
-Hcgio. Eine erschreckliche.
kLynd, Ich aber bin andrer Meynung, und behaupte, csscy cinc gute That. Dcnn bcdcnkc, wenn dein Knccht gcgcndeinen Sohn sich so verhalten hätte, wie würdest du ihm dan-ken? Würdest dn ihn frey lasscn oder nicht? Würde cr dir nichtder angcnchmstc Knccht seyn? Antworte.
-Hcgio. Za wohl.
TvnS. Warum zürnst du dcnn also auf mich?
Hcgio, Weil du ihm gctrcucr gcwcscn bist, als mir.
(Lvnd. So? Du hast also gcmcynt, cincn ncucn Gcfang-ncn in Nacht- und Tagcs-Frist zu übcrrcdcn, daß cr dir mehrwohlwolle, als dcm, mit dcm ich von Kindhcit an aufgewach-sen bin?
-Hcgio. Du magst also auch nur von ihm den Dank er-warten. Führt ihn nur fort, damit ihr ibm schwere und starkeFußeisen anlcgcn könnt. Von dar bringt ihn nur gleich in dieStcingrubcn. Anstatt, daß andre daselbst des Tagcs nur achtStück brechen dürfen, so soll cr alle Tage anderthalb Tagewerkverrichten müssen, oder alle Tage t,0v Stockschlägc gcwärtig scy».
Aristoph. Hegio, ich bitte dich um der Götter und Mcn-schcn willcn, laß dicscn Menschen nicht umkommen.
-Hcgio. O dafür soll schon gesorgt wcrdcn. Des Nachtsüber will ich ihn gebunden bewachen lassen, und des Tags übersoll cr Stcinc aus den Gruben bringcn müsscn. Ich will ihnlange gcnug martern. Sorge nicht, daß cr cs mir cincm Tagcsoll überstanden haben.
Aristoph, Und das willst du gewiß thun?
-Hegio. So gewiß als ich einmal sterben werde. Fort!Führt ihn alsobald zu dcm Schmidt -Hippoh-t. Laßt ihm feinstarke Beinciscn anlegen, und alsdann führt ihn sogleich vor