Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
63
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Tic Gefangnen des Pi.nitn6,

ncs, wieder habhaft werden könne». Der andre nun ist auchin der Gewalt der Feinde. Was für ein Schicksal! Habe ichdenn nur Kinder gezeugt, sie zu verlieren? - - Du folge mir,ich will dich wieder hinführen, wo du hergekommen bist. Ichwill mich auch gewiß keines mehr erbarmen, weil sich niemandmeiner erbarmet.

Aristoph, Ich bin kaum einen Augenblick aus den Kettengewesen, und nun, seh ich, muß ich schon wieder herein.

Vierter Aufzug.

Erster Auftritt.Ergasilus.

Höchster Jupiter! so willst du mich doch erhalten, und meineUmstände verbessern! O mit was für Ucbcrfluß, mit was fürköstlichen Lcckcrbißchcn, mit was für Lob, Gewinnst, Spiel undScherz, mit was für Fcycr-und Frcudcntagen, mit was fürPracht, mit was für Vorrath, mit was für Zechen, mit wasfür Sättigkcit, mit was für Wollust beglückest du mich! Nundarf ich gewiß keinem Menschen mehr gute Worte geben. Nunkann ich allen meinen Freunden helft», und allen meine» Fein-den schaden. O angenehmer Tag, mit was für angenehmenAnnehmlichkeiten überschüttest du mich! Was für eine austräg-lichc Erbschaft ist auf mich gefallen! Zch muß gleich meinenLauf zu den, alten Hcgio richte», dem ich so viel gute Nachrichtbringe, als er sich nur selber wünscht, und noch weit mehr.Ich will eilend, wie die komischen Knechte zu thun Pflegen,meinen Mantel auf die Schulter werfen, damit er die Both-schaft von mir zuerst höre. Zch weiß gewiß, ich werde dafüreine ewige Mahlzeit bey ihn? haben.

Zweyter Austritt.Hegio. Ergasllus,-Hegio. Ze mehr ich diesen Zufall bey mir überlege, jegrößer wird mein Verdruß. Auf so eine Art bi» ich heute hin-tcrgangcn worden? Und ich konnte den Betrug nicht cinsch».Die ganze Stadt, wenn sie es erfährt, wird mich auslachen.