Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
64
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s!4 Beytrüge zur Historie lind Ilnfimhmc des Theaters.

Wen» ich werde auf den Markt kommen, so wird einer zumandern sagen: das ist der Alte, den sie so betrogen haben. - -Zlbcr, sehe ich nicht den LLrgasilus dort von ferne? Und zwarmit ans die Schulter gcworfncm Mantel. Was muß er vor-babcn?

Argas. Fort, zaudrc nicht, Ergasilusz thue was zu thunist. Ich will es niemanden rathen, daß er mir in Weg kömmt,wenn er nicht am längsten will gelebt haben. Wer mir ent-gegen kömmt, den will ich zur Erde schmeißen - -

^cgio. Ich glaube gar, er will Balgcrcycn anfangen?

liörgas- Za, ja. Es soll ganz gewiß geschehn. Es mögennur alle ihre Gänge aufschieben; es mag sich nur niemand aufdieser Straße was zu thun machen. Meine Faust soll mir stattder Balista , mein Ellebogcn statt der Katapulta seyn; Schul-ter und Knie sind meine Maucrböckc, damit will ich meineFeinde zu Boden werfen. Wer mir in Weg kömmt, soll seineZähne müssen aus der Gasse suchen.

-Hegio, Was sind das für Drohungen? Ich kann michnicht wundern genug.

Ergas. Ich will gewiß machen, daß er dieses Tags, die-ses Orts, und meiner nimmermehr vergißt. Wer meinen Laufbcmmct, soll sein Leben schnell gchcmmct haben.

-Hegio. Was muß das Wichtige seyn, das er mit solchenDrohungen anfängt?

iLrgas. Ich sage es fein zuerst, damit niemand durch seinVersehn unglücklich werde. Haltet euch in den Häusern, undbütct euch vor meiner Gewalt.

-Hcgio, Das muß was ganz besonders seyn, wenn ihn nichtetwa der volle Bauch so übermüthig macht. Wehe dem armenMann, durch dessen Kost er so gcbicthrisch geworden ist!

iLrgasilns. Besonders ihr Becker, die ihr so viel Säuemit Klcycn mästet, daß man wegen des Gestanks bey eurenLäden nicht vorbey gehen kann. Wenn ich welche von eurenSchweinen auf der Gasse antreffe, so will ich ihnen gewiß mitmeinen Fäusten die Kleycn aus den Ranzen prügeln, ich meyneihren Besitzern.

-Hegio. Nu, die Warnungen sind königlich und herrsche-