Tie Gefangnen des Plaiit»^.
risch genug. Er muß ganz gewiß satt seyn. Er trotzt auf sei-nen vollen Bauch.
Ergasllus, Auch euch, ihr Fischer, die ihr dem Volke stin-kende Fische seil biethet, welche ihr mit einer hinkenden Schind-mchrc in die Stadt bringt, nnd die durch Gestank alle Pflaster-treter von der Basilica auf den Markt verjagen, euch will ichdie Fischkörbe wacker unter die Nasen reiben, damit ihr dochauch fühlet, was sie andern Nasen für Verdruß machen. Waseuch aber anbelangt, ihr Fleischer, die ihr die Schafe der Kin-der beraubt, die ihr Lämmer zum abschlachten einkauft, mit demLammfleische das Volk betrügt", und einen vcrschnittncn Ham-mel einen Schafbock nennt, wenn ich so einen Schafbock auföffentlicher Straße sehe, so will ich den Schafbock nnd seinenHerrn, zu den unglücklichsten Thieren von der Welt machen.
-Hegio. Nu, das sind doch noch ädilische Verordnungen.Es sollte mich sehr wundern, wenn ihn nicht die Actolicr zu ih-rem Marktmcistcr machen sollten.
iLrgasllus. Itzo bin ich kein Schmarutzcr, sondern ein kö-niglicher König der Könige, da so vieler Proviant für meinenMagen im Hafen angelangt ist. Doch zandrc ich noch den He-gio mit dieser Freude zu überschütten!! Kann wohl jemandglücklicher seyn, als dieser Alte ist?
-Hegio, Nu, was ist denn das für eine Freude, die ermir so voller Freuden schenkt?
iergasilus. Nu? Holla? Wo steckt ihr ? Wird keiner dieThüre aufmachen?
Hcgio. Ha! Ha! Er findet sich zur Abendmahlzeit beymir ein.
lürgasllus. Macht die Thüren alle beyde auf, ehe ich siein Grund und Boden stoße.
-Hegio. Ich muß ihn doch anreden. Ergasilus.Erg«silns. Wer ruft den Ergasilus?
° Die Gelehrten machen zu dieser Stelle die Anmerkung, die Alten hät-ten das Lammfleisch nicht gerne gegessen. Wie können sie aber dieses miteiner kurz darauf folgenden Stelle vergleichen, wo der Schmarutzcr unterandern Leckerbissen, die Hcgio soll zurechtc machen lassen, auch ausdrücklich-lxnin-lm mit nennet?
"cMngs Werke in, 5