Die Gefangnen dcS PlautuS.
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Hegio. Ich glaube cr träumt wachende.
lLrgasilus. Einen andern schicke nach Schweinefleisch, nachLammfleisch und nach jungen Hühnern.
-Hegio. Nu, du weißt doch was gut schmeckt, aber wohernehmen?
Ergasilus. Laß Schinken, Kuhlparsc, Makrcllc», Stock-fische und Walisische, und weichen Käse holen."
-Hcgio. Nu, nu, nennen kannst du es wohl, ob du esaber wirst bey mir zu essen bekommen, mein guter Ergasilus--
lLrgasllns. Glaubst du denn, daß ich es meinetwegen an-zurichten befehle?
Hcgio. Betrüge dich nicht. Ich will dir zwar nicht nichts,aber doch nicht viel mehr als nichts vorsetzen. Bringe also vondeinen Bäuchen nur den für die Alltagskost mit.
Ergasilus. Wie aber, wenn du diesen Aufwand, auch ohnemein Geheiß, machen wirst?
-Hegio. Ich?
Ergasllus. Eben du.
Hcgio. Alsdann will ich dich für meinen Herrn erkennen.iSrgasilus. O! ich werde ein ganz gütiger Herr seyn. Sollich dich glücklich machen?
Hegio. Wenigstens lieber als unglücklich.Ergasllus. Gieb mir die Hand.-Hegio. Da ist sie.
LLrgasilns. Die Götter erbarmen sich deiner.-Hegio. Ich weis nichts davon.
Ergasilus. Aber bald wirst du cS wissen. Unterdessen ge-biethe nur, daß man dir die Gefäße zu dem heiligen Werkefertig halte; und laß ein eignes und fettes Lamm holen.
Hegio. Warum das?
^rgKsllns. Weil du opfern mußt.
Hegio. Und welchem Gotte denn?
° Ich habe dicsc Namen so gut übersetzt, als es möglich ist, einigehabe ich gar weggelassen, weil sie linsern heutigen Köchen allzu besondersvorkommen mochten. Oew» heißt zwar jede Art von großen Fischen, ichglaube aber doch, das; ihn der Schmarutzcr eher zum Scherze als im Ernstedazu gesetzt hat.
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